Sonntag, 6. März 2011
Eintrag XXXIX - Jake Shimabukuro und die Ukulele
An dem betreffenden Abend hatte ich mir (ich weiß nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin) folgendes Video angesehen, in dem Stefan Raab und Will Smith zusammen eine kleine Ukulele-Jam-Session machen. (klick!) Von den schlechten Wortwitzen Raabs mal abgesehen hat mir sein Ukulelegeschrabbe doch ziemlich Spaß gemacht.. Und ich begann mich für das Instrument zu interessieren und klickte nach einer Weile folgendes Video an:
Ich war sofort hin und weg. Dieser Mann in dem Video hatte mich - und anscheinend auch andere - so in den Bann gezogen, dass ich ca. einen Monat später meine ersten Spielversuche auf meiner eigenen Ukulele wagte.
Ich persönlich bin sehr musikinteressiert und war unglaubllich fasziniert, wieviel dieser Mann (Jake Shimabukuro) aus seinem Instrument holen kann. Er besitzt einfach eine herausragende Technik und ein großes Talent.
Und wer immer noch daran zweifelt, soll sich mal folgendes Video anschauen:
Jake Shimabukuro wurde 1976 in Hawaii geboren - und war somit fürs Ukulelespielen sozuagen prädestiniert (die Ukulele wurde von einem portugiesischem Einwanderer Ende des 19. Jahrhunderts nach Hawaii gebracht, dort erlangte das Instrument eine hohe Popularität). Er hat bereits acht Alben herausgebracht, das letzte "Peace Love Ukulele" beinhaltet auch Cover von bekannten Songs wie z.B. "Bohemian Rapsody".
Ich werde einfach nicht satt, ihm in den Videos beim Spielen zuzusehen oder bei seiner Musik zuzuhören, beim Ukuleleüben ist er wohl eine Art Vorbild geworden - wobei ich bezweifle, dass ich jemals so spielen werden können...
Donnerstag, 3. März 2011
Eintrag XXXVIII - Guttbye - ein kleines Twitter Best-of
"220.000 Menschen gefällt ein Betrüger und Lügner. In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich? #fail " (@manomama)
"Ich halte Guttenberg für so intelligent: Der wollte mit dem geringsten Aufwand den größtmöglichen Erfolg." Deutschland, deine Stammtische." (@Ingapopinga)
"Tonfall und Wortwahl nach zu urteilen, halten die #Guttenberg-Fans auf Facebook das Bundeskabinett für eine Casting-Show & Politik für RTL2." (@sixtus)
"104% der BILD-Leser wollen dass zu Guttenberg weiter als Arzt praktizieren darf." (@hubertsrevier)
"Leute die Guttenberg zurück wollen kauften auch: "deutschland schaft sich ab" , "Bild Ipad App" und "Mario Barth Tickets" (@zu_gunstenberg)
"Kunden, die "Karl-Theodor zu Guttenberg" zurückwünschen, wünschen auch Folgendes zurück: die D-Mark, die Mauer, Internet Explorer 4." (@HerrMerlin)
"Ich mach doch nicht bei dämlichen Online-Umfragen mit. Da könnte ich ja gleich Facebookgruppen als Plebiszit heranziehen. #guttbye" (@sa7yr)
"Wie viele Guttenberg Anhänger braucht man um eine Glühbirne zu wechseln? Sie hat immer einen guten Job gemacht, sie wird nicht gewechselt!" (@scholt)
Samstag, 12. Februar 2011
Eintrag XXXVII - Home
[Hier leider nur der Trailer zum Film, konnte den Film selbst nicht in diesen Post einfügen, weil der HTML-Code nicht herausgegeben wurde. Den Link zum ganzen Film selbst auf Youtube gibt es hier]
Erst einmal zum Film selbst: In ihm geht kurz gesagt um die Erde und die Ausbeutung dieser durch den Menschen, untermalt mit stimmungsvoller Musik und wirklich atemberaubender Bilden von Tieren, Menschen, Landschaften und Städten. Allein wegen diesem Aspekt lohnt es sich auf jeden Fall, diesen Film anzuschauen.
Nun aber zu der Botschaft: Dieser Film soll die Zuschauer dazu zu bewegen, nachhaltiger mit der Natur umzugehen und sein eigenes Handeln kritisch zu hinterfragen; Klimawandel, aber auch Trinkwasserverschmutzung, Armut, Abholzung und Verbrauch fossiler Ressourcen sind hier das Thema.
Ich selbst, als Teil der Generation, die so stark den Klimawandel miterleben wird, bin ehrlich gesagt ziemlich verunsichert, streiten sich Klimaforscher doch dauernd darum, ob dieser Klimawandel wirklich anthropogen ist oder von der Sonne ausgeht, wieviel Zeit uns noch bleibt und ob wir Sonnenlicht reflektierende Aerosole in die Atmosphäre blasen sollen, um das Weltklima abzukühlen, wir weiter in regenerative Energien investieren sollen o. Ä.
Die Staaten dieser Welt haben anscheinend auch keinen großen Erfolg dabei, sich auf Klimagipfeln auf einheitliche und vor allem verbindliche Ziele zu einigen und damit das Ansteigen der Temperaturen zu verlangsamen.
Viele Menschen machen sich scheinbar auch keine Sorgen um dieses Thema, weil es sie nicht oder nicht kurzfristig gesehen tangiert.
Dies alles lässt mich nicht gerade frohen Mutes in die Zukunft blicken.
Da ist es gut, dass der Film, der lange Zeit auch ein eher pessimistisches Zukunftsbild vermittelt, gegen Ende die Zuschauer doch noch optimistischer stimmt und gewissermaßen sie an ihrem Aktivismus kitzelt.
Auch der letze Satz ist Denkanstoß und Motivation zugleich:
"It's up to us to write what happens next.Man kann sich nur wünschen, dass sich der Wunsch auf eine gemeinsam gestaltete, gerechterere und "sauberere" Zukunft, der in diesem Satz steckt, erfüllt.
Together!"
Freitag, 11. Februar 2011
Eintrag XXXVI - Was Wissen schafft
"Herr Bohr, wie bestimmen Sie die Höhe eines Gebäudes mit einem Barometer?"
Sonntag, 16. Januar 2011
Eintrag XXXV - Deutschland sucht (erneut) einen Superstar
Die neue 8. Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" läuft nun wieder auf RTL und beschert diesem Fernsehsender Traumeinschaltquoten und -einnahmen. Doch hält mich momentan nichts mehr, hier auf meinem Blog meine Meinung zu dieser Sendung zu sagen und meinen ganz persönlichen Senf hinzuzugeben.
Auf der einen Seite muss ich zugeben, dass ich verstehen kann, dass sich jemand diese Sendung anschaut. Denn einerseits erlebt man hier ohne Frage auch Auftritte von wirklich talentierten Leuten (wobei ich mich fragen muss warum diese ausgerechnet zu DSDS gehen müssen) und Dieter Bohlens Sprüche sind ja mittlerweile auch ein (fast) Kult und gleichzeitig auch Garant für hohe Quoten.
Aber Leid tun mir die "Idioten". Menschen, die man lieber vor sich selbst schützen sollte, werden vor die Kamera gezerrt und vor einem Millionenpublikum lächerlich gemacht.
Mal ehrlich: Glaubst du (ja genau, du, der du diesen Blogeintrag gerade liest!), dass DSDS so erfolgreich wäre, würde Dieter Bohlen keine Sprüche klopfen? In einem gewissen Maße ist es ja noch okay, schon bestehende real-satirische Momente mit Effekten auf die Spitze zu treiben, aber bei dieser Castingshow wird das absoult zu weit getrieben (ich weise hier nur auf den Kanidaten mit dem "Pinkelfleck" hin). Ich will mich nicht als zeigefingerhebender Moralapostel darstellen, aber Personen in einer solchen Weise in aller Öffentlichkeit zu diffamieren geht für mich eindeutig zu weit.
Anderer Aspekt: DSDS ist doch eine Castingshow, oder? Hier wird ein Superstar gesucht, ein neuer Stern am Firmament der deutschen Musikszene. Ziehen wir doch mal Bilanz: Welcher "Superstar" (der Begriff ist bei dieser Sendung sowieso ein großer Euphemismus) hat denn den wirklichen Durchbruch geschafft? Mal überlegen ... mir fällt keiner an. Und wer kann sich - sofern er nicht eingefleischter Fan dieser Sendung ist - noch an mehr als den letztjahrigen Staffelgewinner erinnern? Für mich verfehlt DSDS seine Funktion und wird zu einer für RTL finanziell-rentablen Farce.
Als für den Eurovision Song-COntest "Unser Star für Oslo" gesucht wurde, war plötzlich ein direkter Konkurrent zu DSDS da - der mit wirklich talentierten Musikern und einer kompetenten Jury auftrumpfte und ohne das Lächerlichmachen hilfloser Kandidaten, ohne überflüssige Kommentare und endlose Monologe eines Marko Schreyls (der nicht umsonst dafür von Fernsehkritik.tv den Hässlichen Hahn 2010 erhielt) und einer Jury, die nicht nur aus zwei austauschbaren Nebendarstellern besteht, auskam. Und was passierte? Sie wurde von den Zuschauern nicht angenommen. Stattdessen wurde weiter im seichten Castinggewässer gewatet.
Viele dieser Kritikpunkte, die hier zu Sprache kamen, wurden auch schon von vielen anderen geäußert. Trotzdem ändert sich nichts. RTL bekommt mit dem Superstarspektakel immernoch Rekordeinschaltquoten. Und der Zuschauer konsumiert passiv, reflektiert aber nicht aktiv und scheint Qualität als einen hohen Anspruch an eine Sendung nicht anzusehen.
Eine kleine Hoffnung: Vielleicht entscheidet der Zuschauer in Zukunft wieder, was gut ist oder Dieter Bohlen hört 2018 bei DSDS auf, weil im
a) die Sprüche ausgehen
b) die Jurykollegen ausgeben (wobei das unwahrscheinlich ist weil es genug fernsehgeile D-Prominente gibt)
c) er einfach zu alt wird.
Eventuell kommen Castingshows à la Topmodel, Popstars etc. auch wieder aus der Mode.
Bis dahin bekommt der Fernsehzuschauer auch weitern (vorsichtig gesagt) gemäßigte Kost in der Flimmerkiste serviert. Er bekommt wohl nur was er auch verdient.
Montag, 3. Januar 2011
Eintrag XXXIV - Platte des Monats: Januar
[Nachdem ich aus Faulheit und/oder Weihnachtsstress die Monatsplatte vom Dezember ausgelassen habe, mache ich nun mit der "Platte des Monats: Januar" weiter.]Die Platte des Monats, "lightmares", stammt dieses mal von einer deutschen Indie-Rock-Gruppe namens Beat!Beat!Beat!. Eher unbekannt begeisterten sie doch mit ihrer ersten Single "Stars" und brachten dann schließlich im Oktober letzten Jahres ihr Debüt-Album heraus.
Und ich muss sagen: Klas-se. Richtig gute Songs, alte Lieder von der Single haben sie auch noch mal überarbeitet und jeder Track des Album besitzt einen eigenen Charakter und weißt doch die Handschrift dieser Band auf.
Sphärische Laute gepaart mit eingängigen Gitarrenmelodien machen das Hören zum Genuß.
Allein mit dem Song "You're Designer" kann ich persönlich nichts anfangen, er wirkt ein ziemlich bizarr und ein wenig fehl am Platze.
Die Toptitel dieses Albums sind für mich die drei überarbeiteten Titel der Single ("We Are Waves"; "Fireworks"; "Stars"), außerdem "Lightheavy Rapture" (mit irgendwie motivierender Wirkung) und "Graveyard" (was doch sich doch netter hört als der Titel vermuten mag).
Fazit: Die 4 Jungs aus Viersen haben hier ein überzeugendes Werk abgelegt, was diesen eisigen Winter erträglicher macht und absolut kein Fehlkauf ist.
Wertung: 9 von 10 möglichen Punkten.
Dienstag, 28. Dezember 2010
Eintrag XXXIII - Kleiner Jahresvorausblick 2011
Deswegen möchte ich mich dieser Menge nicht anschließen und keinen "Jahresbrückblich 2010" mit Helden, Naturkatastrophen etc. machen sondern mich jetzt stattdessen schon dem nächsten Jahr widmen. Welche Ereignisse stehen für 2011 schon fest?:
- Die Frauenfussballweltmeisterschaft wird in in Deutschland stattfinden! Trotz der großen Erfolge, die unsere Damen bisher errungen haben (2 Weltmeistertitel, 7 Europameistertitel und 3 Bronzemedaillen bei Olympischen Sommerspielen) wird der Frauenfussball noch lange noch nicht so beachtet wie die männliche Variante dieses Sports.
Da sich die Deutschen wohl wieder auf ein Sommermärchen freuen können, stehen die Chancen gut, dass diesem Turnier diesmal sehr viel Aufmerksamkeit zukommen wird - es ist schließlich eine Weltmeisterschaft im eigenen Land, und dabei denken wir doch gerne an das Jahr 2006 zurück. - Der Euro wird voraussichtlich in Estland eigenführt werden: Trotz der vielen Krisen durch hochverschuldete Mitgliedsstaaten und dem von manchen Eurokritikern ausgerufenem Untergang dieser Währung. Wie stabil der Euro bleibt und wie erfolgreich die Spar- und Rettungspakete der einzelnen Regierungen sein werden wird das nächste Jahr zeigen.
- Die europaweite und höchst umstrittene Volkszählung in Deutschland (und Europa), bei der verschiedenste Daten miteinander verknüpft werden, wird weitergeführt.
- Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und
die Kommunalwahlen in Hessen stehen an. Man darf gespannt sein, ob die hohen Umfragewerte der Grünen bis zu diesen Wahlen anhalten (die Piratenpartei endlich mitregieren darf) und ob Stuttgart 21 die Wahl nach Geißlers Richterspruch noch beeinflussen wird. - Der Eurovision Song Contest wird in Düsseldorf ausgetragen und unsere "I-Heart-You-Too"-Lena soll es richten (Ich persönlich hätte wohl wie geschätze andere 79,5 Millionen Deutsche (die Einwohner Hannovers abgezogen) jemanden anderen auftreten lassen ... aber na gut, der Herr Raab wird sich dabei wohl was gedacht haben).
http://de.wikipedia.org/wiki/2011
Samstag, 18. Dezember 2010
Eintrag XXXII - Weihnachtsstimmung
Habe mir schon jetzt 95 % aller Geschenke besorgt.
Wir haben Schnee. Und das sogar im Überfluss.
Und trotzdem komme ich nicht in Weihnachtsstimmung,
obwohl an jeder Ecke Glühwein angeboten wird, Weihnachtslieder aus jedem Kaufhauslautsprecher schallen, die überfüllten Geschäfte zum besinnlichen Geschenkekaufen einladen; ist ja nicht so, dass 1000 andere das auch machen wollen.
Im Kino haben "zauberhafte" Weihnachtsfilme für die ganze Familie (also eigentlich nur für die lieben Kleinen) jetzt Hochkonjunktur; grinsende, in rote Roben gekleidete alte Männer ohne Rasierapparat mit weichem Schokoladenkern schauen mich bittend aus dem Supermarktregal an, und dass schon seit Oktober.
Musiker und Bettler belagern in gleichen Mengen beide Seiten der Fußgängerzonen und versuchen die Ich-reinige-jährlich-zur-gleichen-Zeit-mit-Spenden-mein-Gewissen-Stimmung auszunutzen.
Weihnachtsstimmung basiert doch auf Besinnlichkeit.
Freitag, 10. Dezember 2010
Eintrag XXXI - Erweitern Sie Ihren Wortschatz!
- obsolet - veraltet, ungebräuchlich
- eloquent - beredet, beredsam
- kumuliert - angehäuft
- kognitiv - auf Erkenntnis beruhend
- eruieren - ergründen
- reziprok - umgekehrt
- explizit - erläutert
- Empathie - Einfühlungsvermögen
Donnerstag, 2. Dezember 2010
Eintrag XXX - Harry Potter-Finale, Teil 1
Ich hatte hohe Erwartungen, ist dies schließlich der Auftakt zum großen Finale.
Auch war ich gespannt, weil ich mich erfolgreich jedem möglichen Spoiler entzogen hatte (habe ich die Bücher doch nicht gelesen und war deshalb nicht "spoileresistent").
Kino war erstaunlich leer (ca. 8 Leute ingesamt (!), war aber auch eine relativ frühe Aufführung).
Dann gings los:
Ich saß eigentlich die ganze Zeit nur popcornkauend in meinem Kinosessel und folgte wie gebannt dem Verlauf des Films.
Alles in allem (ohne viel verraten zu wollen) ist der Film eigentlich richtig gut geworden.
top Schauspielleistung, spannende Atmosphäre während des ganzen Streifens.
Was mich allerdings dennoch gestört hat:
1. Dadurch, das dies der 1. Teil des großen Finales ist, ist das Ende natürlich offen und ein Cliffhanger erster Güteklasse. Wurden vorher die Filme irgendwie besser abgeschlossen, kann ich jetzt eigentlich kaum auf den 2. Teil Mitte nächstes Jahres warten.
2. Der Film ist ziemlich ernst geworden. Ich weiß nicht, wie dies im Buch ist, aber im ganzen Film werden Harry & Co. eigentlich nur durch düstere Landschaften gejagt, mir fehlten ein wenig die lustigen Szenen, die einen Kontrast bilden und die Stimmung ein wenig auflockern.
Nichtsdestotrotz würde ich dem Film, wäre ich jetzt ein professioneller Filmkritiker und müsste ihn auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten, 8 Punkte geben.
Fazit: Auch ich als nicht-fanatischer Harry-Potter-Fan konnte diesen Kinobesuch genießen und kann den Kinobesuch nur wärmstens empfehlen.
Allerdings sollten Kinder diesen Film nicht unbedingt sehen, weil diesmal viele ziemlich brutale Szenen vorkamen.
Mittwoch, 1. Dezember 2010
Eintrag XXIX - Das blöde Schicksal
Schon wegen der riesigen Anzahl dieser Videos sollte man sich doch als Mann nicht mehr hintendran stellen? Naja, zurück zu mir.
War grad am Nach-Hause-Radeln, als ich von meinem Fahrrad so ein Knacken höre.
Ich denk noch "Es ist doch bald Weihnachten, da kannste ja mal wieder die Kette ölen.", da ist es schon passiert. Zack! Kette gerissen und noch Kilometer vom wärmenden Heim weg.
Also: Laufen. Bei Minusgraden, kaltem Wind und Dunkelheit.
Wo einen zu Hause doch nur Spott von Facebook-Freunden erwartet.
Das Leben ist eben ein Arsch und anscheinend hat es einen riesigen Spaß an Schadenfreude.
Montag, 15. November 2010
Eintrag XXVIII - Platte des Monats: November
Das Album dieses Monats ist "8-bit Lagerfeuer" von der Band "pornophonique".Ein ziemlich ungewöhnliches Album, denn die beiden deutschen Bandmitglieder musizieren hier ausschließlich mit Gitarre und 8-bit Sounds, wobei dies überraschenderweise hervorragend miteinander harmoniert.
Absolute Lieblingstracks sind hier für mich "sad robot" und "lemmings in love", mit einem unglaublichen fesselnden Klang und ewigem Ohrwurmpotential, wobei ander Songs, wie z.B. "space invaders" oder "rock'n'roll hall of fame" mit weniger ruhigen Klängen überzeugen.
Alles in allem würde ich dem Album auf einer Skala von 1-10 insgesamt 8,5 Punkte geben, da es doch sehr originell und gut gelungen ist. Das Album gibt es übrigens zu 100% legal und kostenlos auf Jamendo.de (Link unten), weil es dort unter einer CC-Lizenz veröffentlicht wurde.
http://bit.ly/XyS3 Zum Download auf jamendo.de
http://bit.ly/ekqL4 Zur Seite der Band
Sonntag, 14. November 2010
Eintrag XXVII - "Letzte Woche war doch noch Januar?"
Dann ist dieser Blogeintrag genau das richtige für Sie.
Wer kennt nicht dieses Zeitparadoxon: Macht man etwas spaßiges, so vergehen Stunden wie Minuten, macht man etwas lästiges (Wartezimmer des Zahnarztes, beim Warten auf den Zug, bei der Arbeit), so scheint der Sekundenzeiger der Uhr einen Gang zurückgeschaltet zu haben.
Oder ein anderes Aktuelles Beispiel: Jetzt ist Mitte November, das Jahr ist fast vorbei!
Im Januar dachte man doch "Das Jahr wird sich aber wieder ziehen", jetzt denkt man "letzte Woche war doch noch Januar?".
Die Erklärung dieses Phänomens liegt darin, dass man am Ende eines Jahres aus einem größeren Erfahrungsschatz schöpfen kann als am Anfang des Jahres und deshalb Zeiträume kleiner erscheinen - deswegen vergehen für ältere Menschen die Jahre subjektiv gesehen schneller.
Bei oben genannten, "lästigen" Gegebenheiten vergeht die Zeit wohl viel langsamer, weil man dermaßen auf das vergehen der Zeit fixiert ist und die Monotonie der Situation so belastend wird, das die Zeit sich elendig lange dahinzieht. Das erklärt auch das schneller Vergehen von schönen Momenten: Wer schaut da schon dauernd auf die Uhr und langweilt sich?
Eine andere Art von Zeitparadoxien tritt bei Zeitreisen auf (besteht aktuell natürlich nur als Gedankenexperiment):
Ein Mann reist in der Zeit zurück und tötet seinen Großvater. Da dieser stirbt, kann er niemals den Vater des Mannes mit seiner Frau zeugen. Folglich sollte der Mann gar nicht mehr existieren und hätte also niemals die Zeitreise antreten können, weil er nie geboren wurde.
Und hier beginnt es, paradox zu werden: Wenn er nie existiert hätte, hätte er auch nie in der Zeit zurückreisen können, um seinen Großvater die Radieschen von unten zu zeigen, dieser hätte überlebt, seinen Vater gezeugt, und der Mann wäre eben doch geboren worden und würde doch wieder in der Zeit zurückreisen. Verwirrend? Der Konjunktiv lässt das alles wie Science-Fiction erscheinen? Das ist es bis ja (bis jetzt) auch.
Die Lösung des Paradoxons: Eine (theoretische) Möglichkeit ist, das es von vornherein in der Vergangenheit enthalten war, dass der Mann dahin zurückreist und es ihm nicht möglich ist, seinen Großvater umzubringen. Oder, eine andere Option: Bei der Zeitreise reist der Mann in ein Paralleluniversum, in dem seine Aktionen keine Auswirkungen auf die Realtität haben.
Dann gibt es da noch den (durch den Film recht bekannten) Schmetterlingseffekt, bei dem in einer Zeitreise in der Vergangenheit kleinste verursachte Veränderungen die nachfolgende Realität unvorhersehbar verändern. Es gibt dazu auch eine Folge der Simspons, in der Homer bei einer Zeitreise versehentlich einen prähistorischen Schmetterling zertritt und seine Familie in der Gegenwart plötzlich Zungen ähnlich derer von Fröschen besitzen.
Natürlich ist das meiste hier theoretisch, und ich finde, wir können froh sein, dass wir nicht alle Fischschuppen besitzen, nur weil ein zukünftiger Zeitreisender das erste Säugetier der Welt zertreten hat.
Freitag, 12. November 2010
Eintrag XXVI - Aus dem Leben eines Austrägers
Vor einem Haus sah ich einen Mann (so ca. Mitte fünfzig) mit einer Schaufel in einem Gartenbeet hantieren. Ich hielt ihn für den Hausbesitzer und sprach ihn freundlich an: "Hallo, ich trage hier das Gemeindeblatt aus. Sollen ich es ihnen jetzt geben oder lieber in den Briefkasten werfen?"
Ein paar Sekunden schaute er mich ziemlich verdutzt an, was mich wiederum ganz schön verunsicherte. Dann fuhr er keine Miene verziehend fort:
"Das interessiert mich eigentlich überhaupt nicht, weil ich der Gärtner bin, aber das mit dem Briefkasten scheint eine gute Idee zu sein."
Wieder voll ins Fettnäpfchen. Schön tief.
Mittwoch, 10. November 2010
Eintrag XXV - Mein erster Tag auf Facebook

Hauptsächlich wegen eines Referats, aber auch wegen meinen Bekannten und Freunden:
Gestern habe ich mich mit mulmigen Gefühl auf Facebook angemeldet.
Lange habe ich darüber nachgedacht, bin ich bei meinen Mitmenschen ja nicht gerade als Facebookliebhaber bekannt, sondern viel mehr als Facebookskeptiker bzw. -kritiker (weshalb die meisten auch große Augen gemacht haben, als ich ihnen eine Freundschaftsanfrage schickte).
Erster Eindruck: Scheiße, ist das unübersichtlich.
Viele Knöpfe, umständlich verteilte Menüs und die Privatssphäreeinstellungen hätte man wohl kaum noch schwieriger gestalten können. Überrascht hat mich, wie viele meiner Freunde wirklich bei Facebook registriert sind - mit sovielen hatte ich nicht gerechnet.
Den Rest des Abends habe ich nur noch damit verbracht, meine Seite zu gestalten, Pinnwandeinträge zu schreiben und zu chatten.
Was mich allerdings gestört hat - bei seinen Interessen kann man nur "Gruppen" beitreten - das macht das Analysieren von Profilen und die individuelle Werbung leichter.
Dienstag, 9. November 2010
Eintrag XXIV - Durchhänger
Irgendwie scheinen alle entweder in völlige Melancholie oder Lustlosigkeit zu verfallen;
alles scheint tausendmal langsamer und anstrengender vonstatten zu gehen.
Ist auch bei mir angekommen, denn ich sitze halb dösend in der Gegend herum oder grüble.
Habe auch nicht mehr soviel Lust zu twittern, ich weiß nicht, eigentlich habe ich im Moment nie Lust auf irgendwas.
Aber da bin ich wohl nicht der einzige.
Blöder Herbst.
Mittwoch, 27. Oktober 2010
Eintrag XXIII - Verapplet
Ich musste heute morgen ziemlich lachen, als in der Rubrik "Leserbriefe" des Magazins der Stiftung Warentest die folgende (abgedruckte) Email las (bezog sich auf einen iPhone-Test):
"Das iPhone 4 ist eine Schöpfung von iGod Steve Jobs und kann deshalb niemals mit so weltlichen Produkten von Nokia oder Samsung verglichen werden. Es grenzt schon an Blasphemie, wenn test eine Offenbarung wie das iPhone 4 einem gewöhnlichen Warentest unterzieht. Die gläubige Gemeinde der Apple-Jünger wird test auch niemals verzeihen, dass ihr Kultobjekt auf dem Titelbild offensichtlich von einem Ketzer gehalten wird, der in teuflischer Absicht mit dem Handballen die Antenne lahmlegt."
Lieber Jörg Graf (von ihm ist nämlich dieser Leserbrief), danke für diesn wunderbar ironischen Beitrag!
Samstag, 9. Oktober 2010
Eintrag XXII - Buchmesse Franfurt 2010
Wieder hat die weltgrößte Büchermesse in Frankfurt ihre Pforten geöffnet, und ich war froh, als ich halb schlafend nach ca. 45 minütiger Zugfahrt das Messegelände erreicht hatte. Und wie immer war ich von der enormen Zahl von Büchern, Ausstellern und Besuchern beeindruckt.Im Gegensatz zu letztem Jahr wurde (jedenfalls bei mir) keine Taschenkontrolle durchgeführt.
Die Besucher setzten sich allerdings wieder aus denselben Gruppen zusammen:
- Fachbesucher: Anzug, Aktentasche, Tasche mit Laptop oder iPad
- Prominente: Z.B. Richard von Weizäcker
- Autoren: Etliche!
- Cosplayer: (Hauptsächlich) als Mangafiguren verkleidete Jugendliche
- Normale Besucher
Gesagt, getan. In der Halle F.0 befand sich in der unterten Etage eine Art "Mediencenter", in dem auch die ARD einige Interviews machte und auch eBooks eine große Rolle spielten (wie eigentlich auf der ganzen Messe wie noch nie zuvor).
Z.B. bei einem Stand von Telekom Italia unterhielt ich mich mit einer der dortigen Mitarbeiterinnen über das Thema.
Es ging im Allgeinen über Stärken und Schwächen des eBooks im Vergleich zum herkömmlichen Buch, und ob die elektronische Variante die aus Papier irgendwann verdrängen würde. Sie gab mir eine interessante Antwort: "Das Buch wird wohl nie wirklich verdrängt werden [...], aber eBooks werden im wissenschaftlichen Bereich wegen ihrer Möglichkeiten doch das normale Buch ersetzen."
Im zweiten Stockwerk bekam schließlich der diejährige Ehrengast, Argentinien, Raum.
Meiner Meinung reicht der Auftritt nicht ganz an den von China im letzten Jahr heran, war aber doch ganz ordentlich gemacht. Neben Informationen über Literatur und argentinischen Autoren wurde die ganze Stimmung durch einige technische Spielereien aufgepeppt, wie z.B. mit argentinischen Computerspielen (kurioserweise in Spanisch, Deutsch und Englisch gleichzeitig) und Augmented Reality.
Weiter gings zu 5.0 (internationale Verlage), wo es u. A. den neuen "Weltempfang" gab.
Dieser beschreibt sich in seiner Broschüre folgendermaßen:
"Der Weltempfang, den die Frankfurter Buchmesse gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland ausrichtet, ist der Ort, an dem [der engagierte Dialog] zu kulturpolitischen und literarischen Themen öffentlich geführt wird."
Schließlich war ich noch bei einer Austtellungshalle mit den großen Zeitungsverlagen (Zeit, Welt, FAZ...; Tut mir Leid, weiß nicht mehr, welche Halle es war, entweder 4.0 oder 3.1) ihre Stände hatten. Auffällig waren hier vor allen die vielen iPads, um neue Zeitungsapps zu präsentieren.
Fazit: Die Buchmesse dieses Jahr war wieder absolut besuchenswert. Man konnt sich hier als normaler Besucher gut über Neuerscheinungen informieren und die Leute, die dabei auch kennenlernen konnte, waren fantastisch. Das Datum für die nächste Buchmesse ist jetzt schon im Kalender markiert.
P.S.: Es folgen zwei Videos (tut mir Leid, sie sind nicht sehr professionell, weil ich sie nur mti meinem iPod gefilmt habe) mit einem Überblick über das Messegelände und einen Freestyle-Rap, der auch auf der Messe stattfand)
Sonntag, 3. Oktober 2010
Eintrag XXI - Ein VfB Fan zu sein
Das tut mir (und natürlich auch jeden anderem VfB Fan) ziemlich weh.
Denn ist es nötig, dass seid Armin Veh als Trainer entlassen wurde, der Trainer und die Mannschaft in der Hinrunde schlecht spielen und erst in der Rückrunde die große Aufholjagd starten? Dies ging in den letzten beiden Jahren (noch) gut aus, aber man sollte sich auf dieses "Naturgesetz" lieber nicht verlassen.
Sicher war heute bei der 1:2 Niederlage im heimischen Stadion viel Prech dabei; Auch die Rotsperre von Camoranesi und diverse Verletzungen und Schiedsrichterentscheidungen (-> Cacaus reguläres Tor in der 88. Minute!) dem Sieg im Weg gestanden sein. Dennoch darf der VfB doch nicht so in der Tabelle dastehen.
Trainer Gross hat heute sicherlich gute Arbeit geleistet, wenn es darum geht, die Spieler zu motivieren und hat damit auch den richtigen Schritt gemacht. Jetzt heißt es in der Länderspielpause das Team optimal vorzubereiten und dann, am nächsten Spieltag, gegen Schalke im Kellerduell (wer hätte letzte Saison gedacht, das Schalke gegen Stuttgart ein Kellerduell wird?) 3 Punkte zu holen.
Denn wenn die nächstens Spiele (trotz großer Anstrengungen) weiterhin so magere Resultate liefern, wird die Luft für Gross wohl dünner.
(P.S.: Einen feinen Zug von Christian Gross finde ich übrigens, dass er nach der letzten Niederlage mit den Worten "Vielleicht habe ich ja auch zu viel gewollt" eigene Fehler einräumt. Denn das hört man in solchen Situationen nicht sehr oft.)
Donnerstag, 30. September 2010
Eintrag XX - Stuttgart versteht nur Bahnhof

Thema heute (30. September 2010):
Die Proteste um das Großprojekt Stuttgart 21.
Ein futuristischer Bahnhof - teuer, unnütz, unsicher, nur ein Denkmal für den Baden-Württemberg.
Auf der anderen Seite 4000 neue Arbeitsplätze, bessere Anbindungen.
Ich will hier nicht die Vor- und Nachteile diskutieren, nur meine eigene Meinung darlegen:
Die Planer und Politiker haben es eindeutig nicht geschafft, die Einwohner Stuttgarts genug über das Projekt aufzuklären und die Leute zu überzeugen (nicht zu überreden!).
Auch rechtfertigt nichts die Maßnahmen bei den heutigen Demonstrationen: Tränengas und Wasserwerfer gegen Rentner und Schüler.
Gewaltsames Vorgehen gegen friedliche Demonstranten durch die Exekutive (!) ist einfach nicht tolerierbar.
Zu Loben ist meiner Meinung nach der Einsatz und die Geduld der Demonstranten, z.B. auch von der "Robin Wood"-Aktion. Denn selbst wenn das Projekt nicht mehr zu stoppen ist, so setzten die Bürger und Bürgerinnen hier ein klares Zeichen:
Wir leisten (friedlichen) Widerstand und lassen uns nicht alles gefallen!
Mich würde es freuen, wenn es über Stuttgart 21 einen Volsentscheid geben würde, wobei ich in dieser Hinsicht eher pessimistisch bin. Aber wenn die Proteste weitergehen, dann hört vielleicht auch die "Dampfwalzen-Politik" auf. Und die Bilder, die ich heute in diversen Live-Streams gesehen habe, haben mich wirklich geschockt. Ich muss fragen: Herr Mappus, ist es das wert?