Dienstag, 28. Dezember 2010

Eintrag XXXIII - Kleiner Jahresvorausblick 2011

Das Jahr 2010 neigt sich dem Ende zu, und es Zeit "kurz innehalten und zurückzublicken" (wie oft haben wir das schon gehört?). Und man tut es doch auch ziemlich oft, wird man momentan von Jahresrückblicken in Fersehen, Radio, Zeitungen & Co. förmlich überschwemmt.
Deswegen möchte ich mich dieser Menge nicht anschließen und keinen "Jahresbrückblich 2010" mit Helden, Naturkatastrophen etc. machen sondern mich jetzt stattdessen schon dem nächsten Jahr widmen. Welche Ereignisse stehen für 2011 schon fest?:

  • Die Frauenfussballweltmeisterschaft wird in in Deutschland stattfinden! Trotz der großen Erfolge, die unsere Damen bisher errungen haben (2 Weltmeistertitel, 7 Europameistertitel und 3 Bronzemedaillen bei Olympischen Sommerspielen) wird der Frauenfussball noch lange noch nicht so beachtet wie die männliche Variante dieses Sports.
    Da sich die Deutschen wohl wieder auf ein Sommermärchen freuen können, stehen die Chancen gut, dass diesem Turnier diesmal sehr viel Aufmerksamkeit zukommen wird - es ist schließlich eine Weltmeisterschaft im eigenen Land, und dabei denken wir doch gerne an das Jahr 2006 zurück.
  • Der Euro wird voraussichtlich in Estland eigenführt werden: Trotz der vielen Krisen durch hochverschuldete Mitgliedsstaaten und dem von manchen Eurokritikern ausgerufenem Untergang dieser Währung. Wie stabil der Euro bleibt und wie erfolgreich die Spar- und Rettungspakete der einzelnen Regierungen sein werden wird das nächste Jahr zeigen.
  • Die europaweite und höchst umstrittene Volkszählung in Deutschland (und Europa), bei der verschiedenste Daten miteinander verknüpft werden, wird weitergeführt.
  • Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und
    die Kommunalwahlen in Hessen stehen an. Man darf gespannt sein, ob die hohen Umfragewerte der Grünen bis zu diesen Wahlen anhalten (die Piratenpartei endlich mitregieren darf) und ob Stuttgart 21 die Wahl nach Geißlers Richterspruch noch beeinflussen wird.
  • Der Eurovision Song Contest wird in Düsseldorf ausgetragen und unsere "I-Heart-You-Too"-Lena soll es richten (Ich persönlich hätte wohl wie geschätze andere 79,5 Millionen Deutsche (die Einwohner Hannovers abgezogen) jemanden anderen auftreten lassen ... aber na gut, der Herr Raab wird sich dabei wohl was gedacht haben).
Da dies nun nur eine kleine Menge der bereits feststehenden Ereignisse im Jahr 2011 war, verweise ich auf einen Wikipedia-Artikel zu diesem Thema. (Die Auswahl bekannter Verstorbener 2011 befindet sich noch in Arbeit, wenn man das denn so sagen kann (:-P)):

http://de.wikipedia.org/wiki/2011

Samstag, 18. Dezember 2010

Eintrag XXXII - Weihnachtsstimmung

Dieses Jahr habe ich für Weihnachten alles richtig gemacht:
Habe mir schon jetzt 95 % aller Geschenke besorgt.
Wir haben Schnee. Und das sogar im Überfluss.

Und trotzdem komme ich nicht in Weihnachtsstimmung,

obwohl an jeder Ecke Glühwein angeboten wird, Weihnachtslieder aus jedem Kaufhauslautsprecher schallen, die überfüllten Geschäfte zum besinnlichen Geschenkekaufen einladen; ist ja nicht so, dass 1000 andere das auch machen wollen.
Im Kino haben "zauberhafte" Weihnachtsfilme für die ganze Familie (also eigentlich nur für die lieben Kleinen) jetzt Hochkonjunktur; grinsende, in rote Roben gekleidete alte Männer ohne Rasierapparat mit weichem Schokoladenkern schauen mich bittend aus dem Supermarktregal an, und dass schon seit Oktober.
Musiker und Bettler belagern in gleichen Mengen beide Seiten der Fußgängerzonen und versuchen die Ich-reinige-jährlich-zur-gleichen-Zeit-mit-Spenden-mein-Gewissen-Stimmung auszunutzen.
Weihnachtsstimmung basiert doch auf Besinnlichkeit.

Freitag, 10. Dezember 2010

Eintrag XXXI - Erweitern Sie Ihren Wortschatz!

Gestern hat mich mein Tageskalender mit ein paar Fremdwörtern beschäftigt. Wer Angst vor Fremdwörtern hat (--> Xenologophilismus :-D), sollte hier gar nicht weiterlesen. Alle anderen können jetzt auch ein paar neue Wörter lernen, um vor Freunden / Kollegen mal so richtig den Streber raushängen zu lassen:

  • obsolet - veraltet, ungebräuchlich
  • eloquent - beredet, beredsam
  • kumuliert - angehäuft
  • kognitiv - auf Erkenntnis beruhend
  • eruieren - ergründen
  • reziprok - umgekehrt
  • explizit - erläutert
  • Empathie - Einfühlungsvermögen

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Eintrag XXX - Harry Potter-Finale, Teil 1

Habe heute mal mit meiner Lieblingsschwester das Kino unseres Vertauens aufgesucht, um uns den vorletzten Film der allseitsbekannten "Harry Potter"-Reihe anzuschauen.
Ich hatte hohe Erwartungen, ist dies schließlich der Auftakt zum großen Finale.
Auch war ich gespannt, weil ich mich erfolgreich jedem möglichen Spoiler entzogen hatte (habe ich die Bücher doch nicht gelesen und war deshalb nicht "spoileresistent").
Kino war erstaunlich leer (ca. 8 Leute ingesamt (!), war aber auch eine relativ frühe Aufführung).
Dann gings los:
Ich saß eigentlich die ganze Zeit nur popcornkauend in meinem Kinosessel und folgte wie gebannt dem Verlauf des Films.
Alles in allem (ohne viel verraten zu wollen) ist der Film eigentlich richtig gut geworden.
top Schauspielleistung, spannende Atmosphäre während des ganzen Streifens.
Was mich allerdings dennoch gestört hat:

1. Dadurch, das dies der 1. Teil des großen Finales ist, ist das Ende natürlich offen und ein Cliffhanger erster Güteklasse. Wurden vorher die Filme irgendwie besser abgeschlossen, kann ich jetzt eigentlich kaum auf den 2. Teil Mitte nächstes Jahres warten.

2. Der Film ist ziemlich ernst geworden. Ich weiß nicht, wie dies im Buch ist, aber im ganzen Film werden Harry & Co. eigentlich nur durch düstere Landschaften gejagt, mir fehlten ein wenig die lustigen Szenen, die einen Kontrast bilden und die Stimmung ein wenig auflockern.

Nichtsdestotrotz würde ich dem Film, wäre ich jetzt ein professioneller Filmkritiker und müsste ihn auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten, 8 Punkte geben.

Fazit: Auch ich als nicht-fanatischer Harry-Potter-Fan konnte diesen Kinobesuch genießen und kann den Kinobesuch nur wärmstens empfehlen.
Allerdings sollten Kinder diesen Film nicht unbedingt sehen, weil diesmal viele ziemlich brutale Szenen vorkamen.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Eintrag XXIX - Das blöde Schicksal

Nach zwei richtig guten Zensuren in der Schule heute dachte ich eigentlich, dass der Tag heute top wird. Na, falsch gedacht, das Leben hat eben doch eine Seite, die schadenfreudig auf einen herunterschaut. Sozusagen ein "Upps - die Pannenshow" - eben ohne nervigen Moderator, dummen Quizfragen und gestelten Unfällen, wo immer "zufällig" die Kamera draufhält, wenn die Freundin ihrem Partner auf den Golfplatz mit dem Schläger...naja ihr wisst schon.
Schon wegen der riesigen Anzahl dieser Videos sollte man sich doch als Mann nicht mehr hintendran stellen? Naja, zurück zu mir.

War grad am Nach-Hause-Radeln, als ich von meinem Fahrrad so ein Knacken höre.
Ich denk noch "Es ist doch bald Weihnachten, da kannste ja mal wieder die Kette ölen.", da ist es schon passiert. Zack! Kette gerissen und noch Kilometer vom wärmenden Heim weg.
Also: Laufen. Bei Minusgraden, kaltem Wind und Dunkelheit.
Wo einen zu Hause doch nur Spott von Facebook-Freunden erwartet.

Das Leben ist eben ein Arsch und anscheinend hat es einen riesigen Spaß an Schadenfreude.

Montag, 15. November 2010

Eintrag XXVIII - Platte des Monats: November

[Habe beschlossen, hier mal 'ne neue Kategorie einzuführen, in der ich jeden Monat meine aktuelle Lieblings-CD vorstelle. Und nicht nur den ganzen Mainstreamkram; nein, ganz bestimmt nicht.]

Das Album dieses Monats ist "8-bit Lagerfeuer" von der Band "pornophonique".
Ein ziemlich ungewöhnliches Album, denn die beiden deutschen Bandmitglieder musizieren hier ausschließlich mit Gitarre und 8-bit Sounds, wobei dies überraschenderweise hervorragend miteinander harmoniert.
Absolute Lieblingstracks sind hier für mich "sad robot" und "lemmings in love", mit einem unglaublichen fesselnden Klang und ewigem Ohrwurmpotential, wobei ander Songs, wie z.B. "space invaders" oder "rock'n'roll hall of fame" mit weniger ruhigen Klängen überzeugen.

Alles in allem würde ich dem Album auf einer Skala von 1-10 insgesamt 8,5 Punkte geben, da es doch sehr originell und gut gelungen ist. Das Album gibt es übrigens zu 100% legal und kostenlos auf Jamendo.de (Link unten), weil es dort unter einer CC-Lizenz veröffentlicht wurde.

http://bit.ly/XyS3 Zum Download auf jamendo.de
http://bit.ly/ekqL4 Zur Seite der Band

Sonntag, 14. November 2010

Eintrag XXVII - "Letzte Woche war doch noch Januar?"

Sie haben das Gefühl, die Zeit verläuft rückwarts/langsamer/schneller/gar nicht?
Dann ist dieser Blogeintrag genau das richtige für Sie.

Wer kennt nicht dieses Zeitparadoxon: Macht man etwas spaßiges, so vergehen Stunden wie Minuten, macht man etwas lästiges (Wartezimmer des Zahnarztes, beim Warten auf den Zug, bei der Arbeit), so scheint der Sekundenzeiger der Uhr einen Gang zurückgeschaltet zu haben.
Oder ein anderes Aktuelles Beispiel: Jetzt ist Mitte November, das Jahr ist fast vorbei!
Im Januar dachte man doch "Das Jahr wird sich aber wieder ziehen", jetzt denkt man "letzte Woche war doch noch Januar?".
Die Erklärung dieses Phänomens liegt darin, dass man am Ende eines Jahres aus einem größeren Erfahrungsschatz schöpfen kann als am Anfang des Jahres und deshalb Zeiträume kleiner erscheinen - deswegen vergehen für ältere Menschen die Jahre subjektiv gesehen schneller.
Bei oben genannten, "lästigen" Gegebenheiten vergeht die Zeit wohl viel langsamer, weil man dermaßen auf das vergehen der Zeit fixiert ist und die Monotonie der Situation so belastend wird, das die Zeit sich elendig lange dahinzieht. Das erklärt auch das schneller Vergehen von schönen Momenten: Wer schaut da schon dauernd auf die Uhr und langweilt sich?

Eine andere Art von Zeitparadoxien tritt bei Zeitreisen auf (besteht aktuell natürlich nur als Gedankenexperiment):
Ein Mann reist in der Zeit zurück und tötet seinen Großvater. Da dieser stirbt, kann er niemals den Vater des Mannes mit seiner Frau zeugen. Folglich sollte der Mann gar nicht mehr existieren und hätte also niemals die Zeitreise antreten können, weil er nie geboren wurde.
Und hier beginnt es, paradox zu werden: Wenn er nie existiert hätte, hätte er auch nie in der Zeit zurückreisen können, um seinen Großvater die Radieschen von unten zu zeigen, dieser hätte überlebt, seinen Vater gezeugt, und der Mann wäre eben doch geboren worden und würde doch wieder in der Zeit zurückreisen. Verwirrend? Der Konjunktiv lässt das alles wie Science-Fiction erscheinen? Das ist es bis ja (bis jetzt) auch.
Die Lösung des Paradoxons: Eine (theoretische) Möglichkeit ist, das es von vornherein in der Vergangenheit enthalten war, dass der Mann dahin zurückreist und es ihm nicht möglich ist, seinen Großvater umzubringen. Oder, eine andere Option: Bei der Zeitreise reist der Mann in ein Paralleluniversum, in dem seine Aktionen keine Auswirkungen auf die Realtität haben.

Dann gibt es da noch den (durch den Film recht bekannten) Schmetterlingseffekt, bei dem in einer Zeitreise in der Vergangenheit kleinste verursachte Veränderungen die nachfolgende Realität unvorhersehbar verändern. Es gibt dazu auch eine Folge der Simspons, in der Homer bei einer Zeitreise versehentlich einen prähistorischen Schmetterling zertritt und seine Familie in der Gegenwart plötzlich Zungen ähnlich derer von Fröschen besitzen.

Natürlich ist das meiste hier theoretisch, und ich finde, wir können froh sein, dass wir nicht alle Fischschuppen besitzen, nur weil ein zukünftiger Zeitreisender das erste Säugetier der Welt zertreten hat.

Freitag, 12. November 2010

Eintrag XXVI - Aus dem Leben eines Austrägers

Gerade vorhin habe ich wegen zahlreicher Freistunden schon mal ein Teil meiner freitaglichen Route absolviert. Ich trage nämlich für unsere Gemeinde das Mitteilungsblättchen aus: Vielleicht ungefähr 30 Seiten, neueste Meldungen, durch viel Werbung finanziert.

Vor einem Haus sah ich einen Mann (so ca. Mitte fünfzig) mit einer Schaufel in einem Gartenbeet hantieren. Ich hielt ihn für den Hausbesitzer und sprach ihn freundlich an: "Hallo, ich trage hier das Gemeindeblatt aus. Sollen ich es ihnen jetzt geben oder lieber in den Briefkasten werfen?"
Ein paar Sekunden schaute er mich ziemlich verdutzt an, was mich wiederum ganz schön verunsicherte. Dann fuhr er keine Miene verziehend fort:
"Das interessiert mich eigentlich überhaupt nicht, weil ich der Gärtner bin, aber das mit dem Briefkasten scheint eine gute Idee zu sein."

Wieder voll ins Fettnäpfchen. Schön tief.

Mittwoch, 10. November 2010

Eintrag XXV - Mein erster Tag auf Facebook


Hauptsächlich wegen eines Referats, aber auch wegen meinen Bekannten und Freunden:
Gestern habe ich mich mit mulmigen Gefühl auf Facebook angemeldet.

Lange habe ich darüber nachgedacht, bin ich bei meinen Mitmenschen ja nicht gerade als Facebookliebhaber bekannt, sondern viel mehr als Facebookskeptiker bzw. -kritiker (weshalb die meisten auch große Augen gemacht haben, als ich ihnen eine Freundschaftsanfrage schickte).

Erster Eindruck: Scheiße, ist das unübersichtlich.
Viele Knöpfe, umständlich verteilte Menüs und die Privatssphäreeinstellungen hätte man wohl kaum noch schwieriger gestalten können. Überrascht hat mich, wie viele meiner Freunde wirklich bei Facebook registriert sind - mit sovielen hatte ich nicht gerechnet.

Den Rest des Abends habe ich nur noch damit verbracht, meine Seite zu gestalten, Pinnwandeinträge zu schreiben und zu chatten.
Was mich allerdings gestört hat - bei seinen Interessen kann man nur "Gruppen" beitreten - das macht das Analysieren von Profilen und die individuelle Werbung leichter.




Dienstag, 9. November 2010

Eintrag XXIV - Durchhänger

Ich weiß nicht, ist es der blöde Herbst?
Irgendwie scheinen alle entweder in völlige Melancholie oder Lustlosigkeit zu verfallen;
alles scheint tausendmal langsamer und anstrengender vonstatten zu gehen.
Ist auch bei mir angekommen, denn ich sitze halb dösend in der Gegend herum oder grüble.
Habe auch nicht mehr soviel Lust zu twittern, ich weiß nicht, eigentlich habe ich im Moment nie Lust auf irgendwas.
Aber da bin ich wohl nicht der einzige.
Blöder Herbst.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Eintrag XXIII - Verapplet

(Endlich ein neuer Eintrag!)

Ich musste heute morgen ziemlich lachen, als in der Rubrik "Leserbriefe" des Magazins der Stiftung Warentest die folgende (abgedruckte) Email las (bezog sich auf einen iPhone-Test):

"Das iPhone 4 ist eine Schöpfung von iGod Steve Jobs und kann deshalb niemals mit so weltlichen Produkten von Nokia oder Samsung verglichen werden. Es grenzt schon an Blasphemie, wenn test eine Offenbarung wie das iPhone 4 einem gewöhnlichen Warentest unterzieht. Die gläubige Gemeinde der Apple-Jünger wird test auch niemals verzeihen, dass ihr Kultobjekt auf dem Titelbild offensichtlich von einem Ketzer gehalten wird, der in teuflischer Absicht mit dem Handballen die Antenne lahmlegt."

Lieber Jörg Graf (von ihm ist nämlich dieser Leserbrief), danke für diesn wunderbar ironischen Beitrag!

Samstag, 9. Oktober 2010

Eintrag XXII - Buchmesse Franfurt 2010

Wieder hat die weltgrößte Büchermesse in Frankfurt ihre Pforten geöffnet, und ich war froh, als ich halb schlafend nach ca. 45 minütiger Zugfahrt das Messegelände erreicht hatte. Und wie immer war ich von der enormen Zahl von Büchern, Ausstellern und Besuchern beeindruckt.

Im Gegensatz zu letztem Jahr wurde (jedenfalls bei mir) keine Taschenkontrolle durchgeführt.
Die Besucher setzten sich allerdings wieder aus denselben Gruppen zusammen:
  • Fachbesucher: Anzug, Aktentasche, Tasche mit Laptop oder iPad
  • Prominente: Z.B. Richard von Weizäcker
  • Autoren: Etliche!
  • Cosplayer: (Hauptsächlich) als Mangafiguren verkleidete Jugendliche
  • Normale Besucher
Der erste Abstecher ging in die Halle 3.0. Hier waren so ziemlich alle großen Verlage vertreten (Reclam etc.), außerdem gab es eine handvoll Stände für Brettspiele und weiter hinten die Comicabteilung. Je weiter man diesen Teil durchquerte, desto höher wurde die Cosplayer-Dichte (an dieser Stelle: Ich zolle allen Cosplayern Respekt, für die Arbeit, die sie sich mit ihren Kostümen machen, ABER das ist wirklich nicht meins. Manche Kostüm (oder auch Verhalten im Kostüm) verursachte bei mir doch Fremdschämen der Stufe 1), weshalb ich doch beschloss, eine andere Halle aufzusuchen.

Gesagt, getan. In der Halle F.0 befand sich in der unterten Etage eine Art "Mediencenter", in dem auch die ARD einige Interviews machte und auch eBooks eine große Rolle spielten (wie eigentlich auf der ganzen Messe wie noch nie zuvor).
Z.B. bei einem Stand von Telekom Italia unterhielt ich mich mit einer der dortigen Mitarbeiterinnen über das Thema.
Es ging im Allgeinen über Stärken und Schwächen des eBooks im Vergleich zum herkömmlichen Buch, und ob die elektronische Variante die aus Papier irgendwann verdrängen würde. Sie gab mir eine interessante Antwort: "Das Buch wird wohl nie wirklich verdrängt werden [...], aber eBooks werden im wissenschaftlichen Bereich wegen ihrer Möglichkeiten doch das normale Buch ersetzen."
Im zweiten Stockwerk bekam schließlich der diejährige Ehrengast, Argentinien, Raum.
Meiner Meinung reicht der Auftritt nicht ganz an den von China im letzten Jahr heran, war aber doch ganz ordentlich gemacht. Neben Informationen über Literatur und argentinischen Autoren wurde die ganze Stimmung durch einige technische Spielereien aufgepeppt, wie z.B. mit argentinischen Computerspielen (kurioserweise in Spanisch, Deutsch und Englisch gleichzeitig) und Augmented Reality.

Weiter gings zu 5.0 (internationale Verlage), wo es u. A. den neuen "Weltempfang" gab.
Dieser beschreibt sich in seiner Broschüre folgendermaßen:
"Der Weltempfang, den die Frankfurter Buchmesse gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland ausrichtet, ist der Ort, an dem [der engagierte Dialog] zu kulturpolitischen und literarischen Themen öffentlich geführt wird."

Schließlich war ich noch bei einer Austtellungshalle mit den großen Zeitungsverlagen (Zeit, Welt, FAZ...; Tut mir Leid, weiß nicht mehr, welche Halle es war, entweder 4.0 oder 3.1) ihre Stände hatten. Auffällig waren hier vor allen die vielen iPads, um neue Zeitungsapps zu präsentieren.

Fazit: Die Buchmesse dieses Jahr war wieder absolut besuchenswert. Man konnt sich hier als normaler Besucher gut über Neuerscheinungen informieren und die Leute, die dabei auch kennenlernen konnte, waren fantastisch. Das Datum für die nächste Buchmesse ist jetzt schon im Kalender markiert.

P.S.: Es folgen zwei Videos (tut mir Leid, sie sind nicht sehr professionell, weil ich sie nur mti meinem iPod gefilmt habe) mit einem Überblick über das Messegelände und einen Freestyle-Rap, der auch auf der Messe stattfand)




Sonntag, 3. Oktober 2010

Eintrag XXI - Ein VfB Fan zu sein

Mit der heutigen Niederlage am 7. Spieltag gegen Frankfurt setzt sich Stuttgart gewissermaßen auf dem letzten Platz fest. Nur 3 Punkte, ein Torverhältnis von -3.
Das tut mir (und natürlich auch jeden anderem VfB Fan) ziemlich weh.
Denn ist es nötig, dass seid Armin Veh als Trainer entlassen wurde, der Trainer und die Mannschaft in der Hinrunde schlecht spielen und erst in der Rückrunde die große Aufholjagd starten? Dies ging in den letzten beiden Jahren (noch) gut aus, aber man sollte sich auf dieses "Naturgesetz" lieber nicht verlassen.

Sicher war heute bei der 1:2 Niederlage im heimischen Stadion viel Prech dabei; Auch die Rotsperre von Camoranesi und diverse Verletzungen und Schiedsrichterentscheidungen (-> Cacaus reguläres Tor in der 88. Minute!) dem Sieg im Weg gestanden sein. Dennoch darf der VfB doch nicht so in der Tabelle dastehen.

Trainer Gross hat heute sicherlich gute Arbeit geleistet, wenn es darum geht, die Spieler zu motivieren und hat damit auch den richtigen Schritt gemacht. Jetzt heißt es in der Länderspielpause das Team optimal vorzubereiten und dann, am nächsten Spieltag, gegen Schalke im Kellerduell (wer hätte letzte Saison gedacht, das Schalke gegen Stuttgart ein Kellerduell wird?) 3 Punkte zu holen.

Denn wenn die nächstens Spiele (trotz großer Anstrengungen) weiterhin so magere Resultate liefern, wird die Luft für Gross wohl dünner.

(P.S.: Einen feinen Zug von Christian Gross finde ich übrigens, dass er nach der letzten Niederlage mit den Worten "Vielleicht habe ich ja auch zu viel gewollt" eigene Fehler einräumt. Denn das hört man in solchen Situationen nicht sehr oft.)

Donnerstag, 30. September 2010

Eintrag XX - Stuttgart versteht nur Bahnhof




Thema heute (30. September 2010):
Die Proteste um das Großprojekt Stuttgart 21.
Ein futuristischer Bahnhof - teuer, unnütz, unsicher, nur ein Denkmal für den Baden-Württemberg.
Auf der anderen Seite 4000 neue Arbeitsplätze, bessere Anbindungen.
Ich will hier nicht die Vor- und Nachteile diskutieren, nur meine eigene Meinung darlegen:
Die Planer und Politiker haben es eindeutig nicht geschafft, die Einwohner Stuttgarts genug über das Projekt aufzuklären und die Leute zu überzeugen (nicht zu überreden!).
Auch rechtfertigt nichts die Maßnahmen bei den heutigen Demonstrationen: Tränengas und Wasserwerfer gegen Rentner und Schüler.
Gewaltsames Vorgehen gegen friedliche Demonstranten durch die Exekutive (!) ist einfach nicht tolerierbar.
Zu Loben ist meiner Meinung nach der Einsatz und die Geduld der Demonstranten, z.B. auch von der "Robin Wood"-Aktion. Denn selbst wenn das Projekt nicht mehr zu stoppen ist, so setzten die Bürger und Bürgerinnen hier ein klares Zeichen:
Wir leisten (friedlichen) Widerstand und lassen uns nicht alles gefallen!

Mich würde es freuen, wenn es über Stuttgart 21 einen Volsentscheid geben würde, wobei ich in dieser Hinsicht eher pessimistisch bin. Aber wenn die Proteste weitergehen, dann hört vielleicht auch die "Dampfwalzen-Politik" auf. Und die Bilder, die ich heute in diversen Live-Streams gesehen habe, haben mich wirklich geschockt. Ich muss fragen: Herr Mappus, ist es das wert?

Montag, 20. September 2010

Eintrag XIX - Ping

Als ich aus dem 3-wöchigen Urlaub zurückkam, war ich erstaunt, dass mir iTunes ein Update auf eine 10.0 Version vorschlug. Bis hierhin schön und gut.

Was mir als Erstes auffiel: Neues Design, neues Icon, eine neue Ansicht und ... Ping.
Was das ist? Meiner Meinung nach ist Ping der verzweifelte Versuch von Apple, auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Auf den Zug names "Social Networks". Denn genau das ist Ping.
Ein Social Network für iTunes-User.
Registriert man sich, gibt man ersteinmal ein paar persönliche Daten an (Name, Land etc.) und schließlich seine Lieblingsmusik. Ich muss aber zugeben, dass mir positive und negative Dinge aufgefallen sind:

  • Positiv: Es ist an sich eine gute Idee, zu sehen, wie Freunde/Bekannte Musik bewerten und sich über Neuveröffentlichungen auszutauschen und das alles in ein Social Network enzubetten. Außerdem kann man seinen Lieblingskünstlern und Freunden "folgen" ( erinnert mich verdächtig an Twitter :-)).
  • Negativ: Diese Idee kommt - wie ich finde - viel zu spät. Es gibt sicherlich Leute anderer Meinung, aber ich habe keine Lust, in mehr als 3 Social Networks wirklich aktiv zu sein. Außerdem: Unter jedem Album gibt es jetzt einen "Gefällt mir"-Button. An sich auch sinnvoll, ABER es gibt keinen "Gefällt mir nicht" Button! Man sieht dadurch praktisch nicht, wem das Album nicht gefällt. Sieht man nun z.B. ein Album, unter dem 6 Mal "Gefällt mir" steht, kann man folgendes schließen: Nur wenige Leute haben dieses Album bewertet/gekauft, waren aber zufrieden. Oder: Nur wenige Leute fanden dieses Album gut, eine negative Bewertung aber ist nicht möglich. Meiner Meinung nach werden iTunes-Benutzer hinters Licht geführt, nur damit auch verhältnismäßig schlechte Alben gekauft werden.
Fazit: Wie sehr man Ping benutzt oder schätzt ist jedem selbst überlassen. Ich persönlich halte es für ziemlich überflüssig. Aber das ist (wiedermal) nur meine persönliche Meinung.

(Gerne eigene Meinung in den Kommentaren schreiben)

Freitag, 20. August 2010

Eintrag XVIII - Los geht's

Wie schon im vorigen Blogeintrag angekündet geht es morgen früh in den 3-wöchigen Urlaub. (Fast) Alles ist gepackt, und ich freue mich schon auf die kommenden Tage in Ruhe.

Also:

  • 3 Wochen Pause mit Blogeinträgen
  • 3 Wochen Pause mit Twitter
Allen sonst noch schöne Ferien / einen schönen Urlaub und allen Daheimgebliebenen mein aufrichtiges Beileid. (:-))



Donnerstag, 19. August 2010

Eintrag XVII - Urlaub

Übermorgen ist es auch für mich so weit:
Ich fahre für 3 Wochen in den Urlaub.
Und das wird sozusagen eine Digital-Askese, weil es an meinem Zielort kein bzw. nur vereinzelt Internet gibt.
Das heißt: Keine Emails, kein Twitter, kein Youtube, kein Blog, keine Nachrichten, kein LiquidFeedback, kein Google.
Und ich werde gespannt sein, wie ich das "verkrafte".
Ich wette, dass den meisten Menschen gar nichts bewusst ist, welche wichtige Rolle das Internet in ihrem Leben eingenommen hat und wieviel Zeit sie täglich mit Chatten, Surfen & Co. verbringen (was ja nicht unbedingt schlecht seinb muss).
Von daher ist dieser Urlaub schon fast ein Selbstversuch.
Da muss ich auch auf "altmodische" Medien zurückgreifen, wie z.B. Bücher.
Für die Jüngeren unter uns: Das sind mehrere Papierseiten in einem festen Einband.
Jedenfalls werde ich trotzdem die Zeit genießen.
Man hat (meistens) nur einmal im Jahr die Chance, eine Auszeit vom alltäglichen Stress zu nehmen.

Montag, 16. August 2010

Eintrag XVI - Google Street View

Ich möchte in diesem Blogeintrag nicht die Pro- und Kontra-Argumente zu diesem Thema diskutieren. Ich möchte einfach meine persönliche Meinung darstellen.
Generell stehe ich Google und seiner Datensammelwut kritisch gegnüber. Auch wenn ich die Suchmaschine täglich nutze. (Und Googlemail. Und diesen Blog.)

Aber Google Street View. Ich finde diese Debatte einfach total unnötig.
Für mich ist diese Debatte selbst einfach das Sommerlochthema 2010 über das sich alle aufregen, weil einfach im Moment sonst nichts spannendes los ist. Also viel Lärm um nichts.
Die Leute sollten ihre Anstrengungen lieber für wichtiger Themen aufwenden. Steuerpolitik, Klimawandel, Bundesligastart. Fast alles ist bedeutender.

(Das wars, kurz & knapp)

Samstag, 14. August 2010

Eintrag XV - Mein gespaltenes Verhältnis zu Apple

(Dieser Eintrag spiegelt alleine meine persönliche Meinung über Apple wieder.)

Vor circa 4 Jahren habe ich mein erstes Apple-Produkt gekauft. Einen iPod nano.
Und ich war begeistert: Schickes Design, gestochen scharfe Bilder, hoher Bedienkomfort.
Damit war ich natürlich auch voll im Trend. Ich benutze immernoch einen iPod, wieder einen nano, allerdings zwei Generationen älter als mein erster. Aber manche Sachen fangen mittlerweile an, mich an Apple zu stören.

1. Schon am Anfang habe ich gemerkt: Apple verkauft gerne Zubehör zu seinen Produkten.
Denn wenn man seinen iPod das erste Mal auspackt, sucht man vergeblich nach einem Ladegerät.
Wenn man nun nicht jedes Mal seinen iPod an seinem Computer laden will (weil man z.B. verreist)
muss man eben jenes Ladegerät nachkaufen. Für ungefähr 20 Euro. So auch, sollte man das Verbindungskabel zum PC oder die Kopfhörer verlieren oder sollten sie kaputtgehen.
Dieser Fakt des (meiner Meinung nach) überteuerten Zubehörs wird übrigens auch in einer Simpsonsfolge auf den Arm genommen. http://bit.ly/nBVv (Simpsons - Mapple Store)

2. Zum Synchronisieren der Apple Geräte wird die hauseigene Software iTunes verwendet. Um diese kommt man da nicht herum. Das genaue Sortieren und Orden von Musiktitel mag ja oft sehr hilfreich sein, ist aber sicherlich nicht jedermanns Sache. Musik, Filme, Apps und Fersehsendungen kann man im iTunes Store für Geld herunterladen. Oft sind die Alben sogar deutlich billiger als in Elektroläden wie Media Markt oder Onlineversänden wie Amazon.
Da gibts nur ein paar Probleme: Einzeltitel statt Alben zu kaufen lohnt sich fast nicht mehr, weil Apple für besonders beliebte Songs jetzt 1,29 € statt den üblichen 0,99 € verlangt.
Darüber hinaus kann man jeden Song nur einmal herunterladen. Sollten z.B. durch einen Festplattendefekt Musikstücke verlorengehen, war der Einkauf umsonst und man ist gezwungen, die Titel neu zu kaufen, sollte man kein Backup gemacht haben.
Auch das Teilen von Musik mit Freunden wird zur Schwierigkeit (ich rede nicht vom raubkopieren, sondern von der Situation, die ziemlich jeder von uns schonmal erlebt hat: "Hey, hast du schon das Lied xy gehört?" "Ja, das ist gut." "Ich mach dir ne Kopie und brings dir nöchstes Mal mit."):
Ein Kopierschutz lässt ein Lied jetzt auf höchstens 5 [bin mir nicht mehr sicher, wieviele es waren] verschiedenen Computern abspielen.

3. Kommt es nur mir so vor, oder wird Apple jetzt immer arroganter und egoistischer? Der Angriff von Steve Jobs auf Adobe, die Zensur von Apps. "Think diffrent - think like us" scheint mittlerweile das geheime Credo sein. Apple versucht regelmäßig, seine Vorherrschaft in den Bereichen des Musikdownloads und den Smartphones zu sichern. Und nicht immer mit besonders fairen Mitteln. Amazon wollte gegenüber Apple aufholen, indem es erreichte, das manche Künstler ihre Alben einen Tag früher als im iTunes Store beim eigenen Musikdownload anboten. Apple intervenierte, indem es den Künstlern drohte, ihre Album aus dem iTunes Store zu nehmen.

4. Das, was mich an Apple stört, ist nicht einmal Apple selbst. Sondern die Anhänger und der Medienrummel. Nachrichtensendungen halten es mittlerweile für überaus wichtig, die Veröffentlichung neuer Appleprodukte in ellenlange Berichte zu fassen, und zu zeigen, wie die Apfeljünger in meilenlangen Schlagen ihr Mekka belagern, nur um eine neue Reliquie zu erwerben. Bei einer Computer- oder Technologiesendung fände ich das nicht weiter schlimm. Allerdings kommen diese Berichte meistens in den 20:00 Uhr-Nachrichten. Also dann, wenn Millionen Menschen z.B. hier in Deutschland Nachrichten schauen.
Generell ist der Hype um Appleprodukte unerträglich hoch. Wird jedes neue Applespielzeug doch gleich als revolutionär und maßstabssetzend in der jeweiligen Sparte gesehen.
Vorallem die Apfeljünger selbst scheinen Steve Jobs als ihren Erlöser zu sehen.
Mittlerweile sehe ich ihn eher als den großen Bruder aus 1984.
Und vor allen diesen Anbetern scheint es immer an kritischer Distanz zu ihrer Lieblingsmarke zu fehlen. Genau, das ist es auch, was mich nachdenklich macht.
Alles wird kritiklos hingenommen. Nichts wird hinterfragt. Ist doch egal, Apple ist cool, neu, schön und die Welt wäre mit Apple als Weltherrscher doch wie das Paradies.

Auch wenn das jetzt eine Hyperbel ist, macht mir das Sorgen.
Wer weiß denn schon, wieviel Einfluss Apple in 10 Jahren ahben wird?

5. Zum Thema iPad: Natürlich ist das iPad ein besonderns stylisches und cooles Spielzeug.
Aber jetzt mal ganz im ernst: Wer braucht das? Für mich ist es eher ein Rolex- oder Geländewagenersatz für den Mann, der trotzdem gerne angeben will.
Deshalb http://bit.ly/buWt4C und http://bit.ly/di3sUP.
Für die destruktiv-veranlagten unter uns.

[Um eventuelle wütende Kommentare von "Applern" entgegenzuwirken:
Das ist (wie schon gesagt) meine persönliche Meinung. Ich akzeptiere jede andere Meinung zu diesem Thema. Deshalb sollte auch meine Meinung akzeptiert werden.]

Fazit: Ich werde sicherlich noch Jahre meinen iPod und iTunes nutzen.
Trotzdem, bitte Apple: Weniger Profitgier, mehr Kundenfreundlichkeit und Fairness gegenüber Wettbewerbern. Und schon sieht das Image besser aus.

Donnerstag, 12. August 2010

Eintrag XIV - Das Guantanamo Experiment

Selten wurde ich von einer Sendung so erschüttert wie von "Das Guantanamo Experiment" (auch auf youtube: http://www.youtube.com/watch?v=4VD2kWaLc6w).
Häftlinge, die auf äußerst unmenschliche Art gedemütigt werden.
Psychologische und körperliche Folter.
Die Zerstörung des Selbstwertgefühls.
Die Verspottung der Religion.

Am besten selbst anschauen und sich eine Meinung dazu bilden.
Ich habe jetzt eine andere Sicht auf die Dinge.

Sonntag, 8. August 2010

Eintrag XIII - Twittaholic

Ein Abend im Januar. Kaltes Wetter draußen. Ich sitze vorm PC. Der Entschluss ist getroffen. Gespannt schaue ich auf den Bildschirm. Vor mir ein forderndes, weißes Kästchen, unter dem ein Knopf mit der Aufschrift "Tweet" steht. Ich habe mich auf Twitter angemeldet.

Mittlerweile benutze ich Twitter ungefähr 8 Monate.

Bilanz: ca. 2000 Tweets (verhältnismäßig wenig), genug Follower, und schon viele Male, die ich lachend vor dem Browserfenster gesessen war.

Januar 2010:

Da diese Plattform mir in den letzten Wochen immer wieder Twitter in diversen Zeitungen, Videos etc. begegnet war, war ich neugierig geworden. Oft teste ich irgendwelche Sachen aus, wenn sie mir dann gefallen, behalte ich sie, sonst verwerfe ich sie gleich wieder. Um diese Entscheidung zu treffen, benötige ich meistens nur wenige Minuten. Da bin ich sehr spontan.

Doch gleich nachdem ich mich bei Twitter angemeldet hatte, war ich fasziniert-begeistert. Denn irgendwie übt das Ins-Internet-setzen von Nachrichten aus 140 Zeichen einen gewissen Reiz aus.

Anfänglich war es ein bisschen schwierig. Z.B. verstand ich am Anfang den Sinn der Hashtags nicht. Und den Sinn der Trends verstehe ich heute (teilweise) immer noch nicht.

Was kann man über die Inhalte von Twitter allegemein sagen?

Teils Beschreibungen des Alltags, teils wichtige Nachrichten und Informationen, teils purer Nonsens. Wobei letzteres wohl überwiegt. Nichtsdestotrotz macht es mir einfach Spaß, dieses bunte Spektrum an Tweets zu betrachten. Und ich persönlich glaube, dass gerade das der Spaß an Twitter ist. Und deswegen twittere ich auch weiter. Und wenn nichts dazwischen kommt, werde ich das auch die nächsten Tage, Wochen, Monate und vielleicht auch Jahre machen.

In gewisserweise hat das mein Leben verändert. Nicht auf diese dramatische Weise, wo das ganze Leben anders ist. Aber ich habe irgendwie ein neues "Hobby" gefunden. Und jetzt bin ich ein Twittaholic. Mit dem Bedürfnis sich täglich mitzuteilen.

(Aber irgendjemanden scheints ja zu interessieren ;-))





Mittwoch, 28. Juli 2010

Eintrag XII - Bananarama


Wer mag sie nicht, diese gelbe, krumme Frucht?
Auf dem Brot, "gebacken", im Müsli oder einfach so als Snack.



Banane (Musa) gehört zur Familie der Bananengewächse und umfasst um die 100 Arten.
Ursprünglich aus Südostasien stammend gelangte sie nach Afrika.
Von den kanarischen Insel gelangte sie durch die Spanier nach Amerika und schließlich 1633 zum ersten Mal nach Europa gebracht.
Der Name leitet sich übrigens von afrikanischen "banan" (= Finger) ab.

Soviel zu Herkunft & Geschichte. Bananen sind gesund, sie senken Bluthochdruck, wirken entgiftend und stärken die Nerven.
Dass sie auf irgendeine Weise die Potenz steigern ist ein Mythos.

Kommen wir zum wichtigen Teil: Wie man eine Banane richtig isst:
1. Kontrollieren ob die Banane grün oder braun ist. In beiden Fällen lieber nicht essen.

2. Die Banane öffnen. Hierzu ein hilfreiches Video, das ewiglanges herumknubbeln am Stiel verhindern soll: http://www.youtube.com/watch?v=nBJV56WUDng

3. Bananen schmecken sehr gut mit Schokolade oder Honig. Wei schon gesagt eignen sie sich für das morgentliche Müsli oder aufs Brot. Getrocknet zu einer Art Cracker sind sie auch als kleine Zwischenmahlzeit gut.

4. Entsorgung: Nein, es ist fast unmöglich auf Bananenschalen auszurutschen; lieber in die Biotonne werfen.

Fast hätten wir das größte Rätsel vergessen: Warum ist die Banane eigentlich (meistens) krumm und nicht gerade?
Am Anfang wachsen die Jungbananen gerade nach unten, weil sie von den Deckblättern beschattet werden.
Wegen des Sonnenlichts wachsen sie aber immer krümmer, dem Sonnenlicht entgegen.

Und zum Schluss ein Bananenlied:
"Bananaphone"
http://www.youtube.com/watch?v=j5C6X9vOEkU




Freitag, 23. Juli 2010

Eintrag XI - Sommerloch

Auch schon reingefallen, ins Sommerloch?

Wenn ich mich vor den Fernseher setze, kommen fast nur noch Wiederholungen.
Ein Deja-Vu nach dem anderen. Wer will das? Das ist so, als bekomme man Woche für Woche das gleiche Essen vorgesetzt. (Zum Kotzen. Im warsten Sinne des Wortes.)

Die meisten Politiker sind jetzt im Urlaub oder haben nichts zu tun. Deswegen drängen jetzt Politiker an die Öffentlichkeit, die auch mal kurz berühmt sein wollen. Z.B. der FDP-Mann Erwin Lotter mit einem Fastfoodverbot für Jugendliche. (Auf sowas kommt auch nur die FDP, oder?)

Die Ferien sind da, alle wollen in Urlaub fahren. Das heißt: Staus mit Längen wie die Erde-Mond-Entfernung, leergefegte Wohngebiete, klaustrophobikerfeindliche Badestrände und billige Sonnenbrillen auf den Gesichtern von teuer aussehend wollenden Menschen. Aber auch: Eventuell ist man der einzige, der noch zuhause ist. Dann muss man sich selbst bemitleiden, weil sonst keiner da ist, der einen bemitleiden kann.

Aber am schlimmsten ist aber das Sommerloch in den Köpfen: Alle sind irgendwie ausgelaugt, gelangweilt, verschlafen, energielos. Und an dieser Stelle stellt sich mir die Frage: Warum verfasse ich einen Blogeintrag über das Sommerloch? Wer auch immer diesen Begriff erfunden hat, gehört verflucht. Das Sommerloch ist für mich schlicht eine Ausrede für Nichtstun und schlecht-drauf-sein. Ein Euphemismus für die Zeit, in der nichts Großes passiert. Und das hat sich in den Köpfen festgesetzt.

Deswegen werde ich versuchen dagegen anzukämpfen:

-Ich tue so, als hätte ich diese Folge im Fernsehen doch noch nicht gesehen.
-Jede kleine Meldung von süßen neugeborenen Tierbabys oder lustigen Missgeschicken in der Zeitung ist für mich eine riesen Sensation.
-Ich fahre in Urlaub, dann muss mich keiner bemitleiden, auch nicht ich selbst.

Und ich werde das Sommerloch gekonnt ignorieren. (Hoffentlich.)

[Dank @nympfhe habe ich unglaubliche Lust einen Eintrag über Bananen verfassen. Ich mach mir eine Notiz im Kopf!]






Samstag, 17. Juli 2010

Eintrag X - Meine Lieblingsvideos

Wie angekündet werde ich jetzt mal meine Lieblingsvideos auf YouTube hier mit einer kleinen Beschreibung auflisten:

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1. "Dumbfoundead - Jam Session 2.0"

Richtig gutes Lied, von Menschen gespielt, die teilweise tausende Kilometer voneinander entfernt wohnen.

2. "Creme that Egg!"

Ziemlich aufwendige Kettenreaktion. Respekt.

3. "Superbrain"

Eigentlich muss man alle davon anschauen. Herrlich, wie dämlich manche Antworten in dieser "Quizshow" doch sind :-)

4. "Rappen macht dumm"

Eigentlich aus derselben Kategorie wie das vorige. Und obwohl die Überschrift sehr aufs Klischee drischtund auch schon etwas älter ist, finde ich es persönlich ziemlich unterhaltsam.

5. "Vadrum meets Super Mario Bros."

Wer Super Mario mag und auch nur ein wenig fürs Schlagzeug übrig hat, dem wird das hier gefallen.

6. "The Bottle Band - Don't worry be happy"

"Und was machen wir jetzt mit den ganzen leeren Flaschen?" "Machen wir doch 'ne Band auf."

7. "9 by Shane Acker"

Ich liebe diesen ca. 10 minütigen Kurzfilm. Gibt's übrigens auch als Kinofilm. In ein paar Tagen dann als DVD erhältlich.

8. "Where the hell is Matt? (2008)"

Das ist mein absolutes Lieblingsvideo. Einfach klasse.

9. "Black Button - Short Film"

Ziemlich hart, aber gerade weil er dadurch einen Denkanstoß gibt, mag ich ihn so sehr.

10. "Ukulele weeps bei Jake Shimabukuro"

Dieses Video hat mich dazu motiviert, mir selbst Ukulele beizubringen. Dieser Kerl hat mich beim ersten Anschauen echt umgehauen.

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Ich könnte hier noch stundenlang weitere Videos auflisten, allerdings hab ich nicht die ganze Woche Zeit; vielleicht mache ich noch irgendwann mal einen zweiten Teil meiner liebsten Videos. Wer sich gewundert hat, wo die Links zu den Videos stehen, die stehen hier unten (falls ein Link nicht funktioniert, bitte irgendwie Bescheid geben). Generell kann ich empfehlen, über iTunes oder sonst irgendwie den Podcast "BestOfYoutube" kostenlos zu abonnieren, dort werden immer in gerigen zeitlichen Abständen (meistens) sehr gute, ausgewählte Videos von YouTube als Podcast gesendet.

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1. http://www.youtube.com/watch?v=1oU0I8APK-o
2. http://www.youtube.com/watch?v=vrCb_fNmSTA
3. http://www.youtube.com/watch?v=oEIN_fY8lNw
4. http://www.youtube.com/watch?v=mhbvn-FOABM
5. http://www.youtube.com/watch?v=SZqwvjwqwK4
6. http://www.youtube.com/watch?v=pSF-CnXl5Ow
7. http://www.youtube.com/watch?v=5IQcMeNh7Hc
8. http://www.youtube.com/watch?v=zlfKdbWwruY
9. http://www.youtube.com/watch?v=QrKnhOJ-R80
10. http://www.youtube.com/watch?v=puSkP3uym5k





Freitag, 16. Juli 2010

Eintrag IX - Endspurt

Die Wochen der Schulzeit verrinnen und die Ferien kommen langsam in Sicht.
Wie lange hat man als Schüler das Vakuum des Klassenzimmers alleine durch seine physische Anwesenheit gefüllt.
Wie lange hat man Blasrohrtechniken perfektioniert, um Schüler in 2 Metern Entfernung mit klebrigen, aus beschriebenen Blättern zusammengeknüllten Papierkügelchen genau ins Ohr treffen zu können.

Und wie lange hat man gehofft, die Uhr würde schneller laufen, wenn man ihr dabei zuschaut.

Eigentlich arbeitet man das ganze Jahr zu den Ferien hin -
sie sind sozusagen der Strohhalm, an den sich einjeder Schüler klammert;
eine Zeit der Regeneration und Meditation - vorzugsweise passiv vor dem Fernseher/PC.
Aber nach ein paar Wochen lernt aber selbst der hargesottenste Faulpelz und Schulschwänzer, dass man die Schule vermissen kann.
Keinesfalls wegen des Unterrichts oder den Lehrern.
Sondern wegen den Mitschülern, die dieselbe Bürde wie man selbst zu tragen haben.
(Jedenfalls machen die meisten Schüler diese Erfahrung.)

Sind die Ferien vorbei, wird sich am ersten Schultag ersteinmal über Ferienereignisse, neue Frisuren und Lehrer ausgetauscht und der Zyklus beginnt von neuem.

Ich habe das Gefühl, dass bis zu den Ferien die Energie kontinuierlich abnimmt - Fluktuationen nach oben oder unten nicht ausgeschlossen. Zum Schluss siecht man unter dem Druck der letzten Arbeiten zusammenbrechend förmlich dem letzten Schultag entgegen.

Allen Schülern, die jetzt schon Ferien haben, wünsche ich eine gute Zeit, und allen anderen Schülern, die noch ein bisschen warten müssen (so wie ich), ermutige ich zu einem letzten Aufbäumen, das Ziel ist zum Greifen nahe.

[In dem nächsten Blogeintrag werde ich höchstwahrscheinlich meine Lieblings-Youtubevideos auflisten. Bis dann!]

Sonntag, 11. Juli 2010

Eintrag VIII - Und was bleibt?

Seit gestern, ca. 22:17, ist die WM für Deutschland mit einem Sieg gegen Uruguay nun entgültig vorbei.
Man konnte ihnen die Erleichterung ansehen, doch wenigstens 3. geworden zu sein.
Natürlich waren sie alle - und das konnte man bei der Ehrenrunde nach dem Spiel erkennen - nicht übermäßig euphorisch, und man merkte auch, wie enttäuscht sie waren, das Halbfinale gegen Spanien verloren zu haben. Das kam auch in den nachfolgenden Interviews raus.
Dennoch hat die WM viel gebracht: Viele der jungen Spieler haben sich enorm weiterentwickelt und es ist zu hoffen, dass sie dies in die nächste (Bundesliga-)Saison mitnehmen.
Der soviel zitierte "neue" deutsche Fussball hat viele Menschen auf der Welt begeistert (sogar Engländer(!));
ich finde man kann durchaus sagen, dass die Deutschen während der WM den besten Fussball gespielt haben.
Was hat das der Welt gezeigt? Das man auch mit einer jungen, multikulturellen Mannschaft richtig gut spielen kann.
Was hat das uns gebracht? Deutschland hat viele Sympathien gewonnen, die Bundesliga wird für viele ausländische Spieler interessanter.

Aber: Ich persönlich muss sagen, dass ich eher pessimistisch bin, was die Zukunft angeht.
Natürlich würde mich es freuen, die DFB-Elf bei Euro 2012 in Polen und Ukraine einen ähnlichen Fussball spielen zu sehen. Aber im Moment wird Deutschland vielleicht etwas zu viel hochgejubelt. Denn wer kann schon sehen, wie sich diese Spieler in den nächsten 2-4 Jahren entwickeln?

Nichtsdestotrotz muss auch ich wie viele andere Deutschland-Fans sagen:

Danke!
Das war eine tolle WM!
Das war (größtenteils) schöner, leidenschaftlicher Fussball!
Das waren schöne Tore!
Und der 3. Platz ist sowieso der schönste!

Freitag, 2. Juli 2010

Eintrag VII - Sommer, wo?

Was haben wir uns am Anfang des Jahres beschwert! Wie kalt, brr, haben wir gefroren.
Aber jetzt: Jetzt werden selbst harmlose Arbeiten zu wirklich "schweißtreibenden" Arbeiten.
Den Sommer an verschiedenen Plätzen zu genießen ist wichtig, denn wenn er vorbei ist, muss man wieder ein Jahr lang warten.

1. Balkon

Vorteile: Keine langen Laufwege zum Kühlschrank, sehr privat, kostet nichts.
Nachteile: Der Balkon muss erst einmal groß genug sein, um einen Liegestuhl daraufzustellen; ein durchschnittlicher Balkon bietet max. 1-3 Personen Platz;
Aktivitäten wie Wasserball oder Tischtennis sind nicht möglich.
Fazit: Wer's gerne ruhig und vertraut hat, findet auf dem Balkon ein schönes Plätzchen.
6/10 Punkten.

2. Schwimmbad

Vorteile: Liegewiesen, PLatz für viele Freunde, Schwimmen möglich (!)
Nachteile: Nervig schreiende Kinder, evtl. Diebe, Wasserschlangen, Kioskschlangen, Sonnenbrand
Fazit: Optimal um mit Freunden wegzugehen, macht Sommerfeeling perfekt
9/10 Punkten

3. Das eigene Wohnzimmer

Vorteile: Man ist ganz allein, man hat das Bier ganz für sich allein, man kann allein entscheiden was man tut
Nachteile: Man ist allein
Fazit: Wer etwas öffentlichkeitsscheu ist, für den ist das genau das richtige! Für die Anderen ist es genau das Falsche.
1/10 Punkten.

4. Straßencafe

Vorteile: Treffen von Freunde; gut zum Entspannen; schönes Leseplätzchen
Nachteile: Kaffee kostet; Die Tische sind immer zu klein für die Zeitung; die Freunde komen immer zu spät; nie ist ein Tisch frei
Fazit: Man sollte seinen ganzen Tag nicht dort verbringen, aber als Treffpunkt oder als Entspannung am Mittag ideal.
5/10 Punkten.

Also los geht's!

Freitag, 25. Juni 2010

Eintrag VI - Zeit-Management

Die ganze lange Woche hat man geschuftet.
Hat sich darauf gefreut, am geheiligten Wochenende endlich einmal die Füße hochlegen zu können, um sich von den Strapazen der letzten Tage zu erholen.
Man ist schon dabei, sich entgültig diversen Fress- und Müßiggangorgien hinzugeben, da merkt man:
"Wolltest du am Wochende nicht eigentlich (beliebige ungeliebte Tätigkeit einsetzen) machen?"
Schon muss der Drink wieder in den Kühlschrank gestellt werden und die Sonnenliege wieder eingeklappt im Schuppen verstauben.
Hat man zu diesem Zeitpunkt tatsächlich die Motivation gefunden, das Aufgeschobene zu erledigen, kann man sich selbst auf die Schulter klopfen.
Will mich sich dann aber erschöpft wieder dem Sonnenschein frönen, bescheint dieser meist schon die andere Seite der Erdkugel.
Von daher ist das Wochende psychologisch gesehen die reinste Selbstverarsche.
Man arbeit auf 2 Tage hin, nur um dann schließlich zu bemerken, das man letztere schon längst verplant hat.
Was wäre also eine Lösung für diesen Konflikt?
Unter der Woche die Arbeiten erledigen, die liegengeblieben sind.
Doch da hat der vielzitierte Schweinehund am Feierabend das Sagen.
Sollte dennoch genug Kraft zusammenkratzen, um doch noch etwas abzuarbeiten, kann man sich selbst zum zweiten Mal mit einem Schulterklopfen belohnen.

Fazit: Das hier soll kein Aufruf zum übertriebenen Aktivismus sein, allerdings sollte man ab und zu die Schimäre namens Schweinehund ignorieren. Dein Liegestuhl wird es dir danken!

Montag, 21. Juni 2010

Eintrag V - Woher bekomme ich...?

Neulich beim Googlen: Um herauszubekommen, woher man ein Kaleidophon bekommt (hab' ich eher zum Spaß gegooglet, hat mich aber interessiert), gab ich nichtsahnend in den Suchfeld oben rechts in meinem Browser "Woher bekomme ich..." ein.
Ich erwartete, in irgendeinem Internet Forum eine Antwort auf meine Frage zu bekommen oder gleich auf die Seite eines Verkäufers geleitet zu werden.
Doch was mich eigentlich überraschte, waren die Suchvorschläge, die mir Google lieferte.
Diese werden ja nicht willkürlich erstellt, sondern orientieren sich an schon gestellte Suchanfragen anderer Nutzer.
Bei den folgenden Vorschlägen fragt man sich doch:
"Was waren das für Nutzer?"
Hier 5 der ersten 10 Suchvorschläge:
"Woher bekomme ich...
-...ein polizeiliches Führungszeugnis?"
-...Zyankali?"
-...Drogen?"
-...Geld?"
-...gelbe Säcke?"

Es scheint als könne Google jede Frage beantworten.
Und als würde jede Art Mensch (Schläger, Junky,...) Google benutzen.

...

Fazit: Meine Meinung ist, man sollte nicht jede Frage Google stellen.
Manche Fragen können Sie auch Ihrem Dealer um die Ecke stellen.

Sonntag, 20. Juni 2010

Eintrag IV - Angst und Schrecken

Zufällig bin ich beim surfen auf eine Internetseite mit verschiedenen Ängsten gestoßen, die ein Mensch haben kann. Hier will ich mal meine Favouriten auflisten (über sowas macht man eigentlich keine Witze, aber ich find das einfach köstlich :-P):

Ablutophobie - Angst vor dem Waschen/Baden
Ambulophobie - Angst, zu stehen und zu laufen
Arithmophobie - Angst vor Zahlen
Aulophobie - Angst vor Flöten
Bibliophobie - Angst vor Büchern
Caligynephobie - Angst vor schönen Frauen
Catoptrophobie - Angst vor Spiegeln
Cherophobie - Angst vor Fröhlichkeit, Lustigkeit
Dendrophobie - Angst vor Bäumen
Ecclesiophobie - Angst vor Kirchen
Friggaphobie - Angst vor Freitagen
Gnosiophobie - Angst vor Wissen
Kyphophobie - Angst sich zu bücken
Musicophobie - Angst vor Musik
Nephophobie - Angst vor Wolken
Pogonophobie - Angst vor Bärten
Triskaidekaphobie - Angst vor der Zahl 13
Zemmiphobia - Angst vor Nacktmullen

Ich finde, das muss man nicht mehr kommentieren.

[Mehr auf http://phobien.ndesign.de/#note1]

Eintrag III - Dihydrogenmonoxid

Wer hat Angst vor Dihydrogenmonoxid?
In einer Umfrage sagten 75% der Befragten aus, dass dieser "gefährliche" Stoff sofort verboten werden sollte.
Doch wer sich ein bisschen an Chemie zurückerinnert, der weiß, dass Dihydrogenmonoxid nichts anderes ist als H2O. Also Wasser.
Die Leute, die diesen Stoff als bedrohlich einstuften, waren also nicht hydrophobisch, sondern einfach durch diese spezielle Bezeichnung irregeführt worden.
Denn bei Endungen wie "-monoxid" schrillen bei uns alle Alarmglocken.
Da man aber nicht genau weiß, was es ist, wird es geich als potentielle Gefahr wahrgenommen.
Dieses Phänomen könnte man auch auf andere Bereiche übertragen.
Bleiben wir aber bei chemischen Stoffen.
Viele von uns haben doch schon von den Phtalaten gehört, unter Anderem als Weichmacher eingesetzt.
Man ließt immer wieder, diese Stoffe seien "fruchtschädigend" oder hätten ähnliche Wirkungen wie Hormone, weshalb Phtalate z.B. kaum noch bei Produkten für Kinder wie Planschbecken eingesetzt werden.
Doch müsste ein Kleinkind allein den Inhalt von 17 Planschbecken (an einem Tag!) leertrinken, damit überhaupt eine minimale Gefahr bestehen könnte. Und dann sind Phtalate sein kleinstes Problem.
Und auch wer zuhause in seiner Küche Natriumchlorid stehen hat, soll nicht erschrecken, den Natriumchlorid ist einfach Kochsalz.

Fazit: Chemische Bezeichnungen führen in die Irre und Risiken werden oft überschätzt.
Informieren lohnt sich also.

[Die Sache mit dem Dihydrogenmonoxid und den Phtalaten ist nachzuhören in: "Risikokommunikation - Wenn der Ernstfall eintritt" (SWR2-Wissen Podcast vom 5.6.10)
Fand' einfach mal interessant :-)]

Samstag, 19. Juni 2010

Eintrag II - WM-Fieber

Wie viele Fussballfans (oder vorrübergehende Fussballfans, oder solche, die gezwungen werden Fussballfans zu sein) bin auch ich von dem WM-Fieber erfasst worden.
Nachdem die ersten Spiele für Weltmeisterschaft ziemlich einschläfernd waren, haben jetzt Tempo und Qualität der Spiele deutlich zugenommen.

Und als Deutschland-Fan war ich vom 4:0 gegen Australien sehr beeindruckt, und mein Pessimismus schlug sofort in genaue Gegenteil um.
Steilpässe? Seit wann können die Deutschen das?
Passgenauigkeit und Ballkontrolle? Seit wann können die Deutschen das?
Schwalben? Seit wann können die Deutschen das?
Die entstehende Euphorie wurde gleich durch die Vuvuzelas herausgeblasen.
Der Absatz durch Deutschland-Trikots muss sich verdreifacht haben.
Flaggen wurden überall aus den Fenster gehängt.
Wettkämpfe wurden ausgetragen, wer denn sein Auto mit mehr schwarz-rot-goldenen Plastikfähnchen schmücken könnte.
Man hätte die Fussballweltmeisterschaft eigentlich gleich wieder beenden können, Deutschland war (jedenfalls in Deutschland) schon der gefühlte Weltmeister (ich muss zugeben, auch für mich).

Naja, jedenfalls bis letzten Freitag.

Wir wissen ja alle was passiert ist, und wir haben uns doch alle aufgeregt, was der Schiedsrichter pfeift, Podolski verschießt und der serbische Torwart hält.
Und danach waren alle hörbar leise.
Aus den Plastiktröten kam nur noch heiße Luft.
Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Deutschland scheidet aus.
Enttäuschung macht sich breit.
Der Bundestrainer wird gefeuert.
Der neue Weltmeister wird beneidet.

2. Deutschland kommt weiter.
Der vierte Stern kommt.
Jogi Löw macht den Klinsmann'schen Abgang.
Die Vuvuzelas tröten weiter.

Im 2. Fall wird wieder eine Welle der Begsiterung über die Bundesrepublik schwappen, gegen die man so gut wie gar nicht anschwimmen kann.
Jetzt werden die Parallelen zur Euro 2008 gezogen, wo die DFB-Elf auch ein Spiel verlor, und auch sonst wird überall Optimismus verbreitet.
Bei mir haben sich Optimismus und Pessimismus weitgehend neutralisiert, und ich werde mich einfach auf das nächste Spiel freuen.
Wenn es soweit ist, kann ich mich der Spannung sowieso nicht entziehen :-)

Man darf gespannt sein.

[Ich dachte mein Blog-Titel, Kaleidophon, wäre ein von mir erfundes Kunstwort. Pech gehabt, es gibt schon eine Maschine dieses Names und auch sonst ist es nicht so selten, wie ich dachte. Mist]


Eintrag I - Blogeröffnung

Nun ist es passiert!
Habe einen Blog eröffnet, aus einer Laune heraus.
Bis jetzt ohne Ahnung zu haben, wozu.
Schaue mal, was ich hier hereinschreibe; in welche Richtung sich dieser Blog überhaupt entwickelt.
Ich werde die Einträge mit römischen Zahlen nummerieren.

Fortsetzung folgt.

(Natürlich)