Sonntag, 6. März 2011

Eintrag XXXIX - Jake Shimabukuro und die Ukulele

Kennt ihr das auch? Einem ist - obwohl man doch viel sinnvolleres machen könnte - total langweilig. Man geht einfach mal so auf YouTube und schaut sich ein Video an. Dann ein zweites und ein drittes, in dem man einfach eines rechts in der Leiste anklickt und sich so von Video zu Video hangelt. So habe ich das vor über einem Jahr auch mal gemacht.
An dem betreffenden Abend hatte ich mir (ich weiß nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin) folgendes Video angesehen, in dem Stefan Raab und Will Smith zusammen eine kleine Ukulele-Jam-Session machen. (klick!) Von den schlechten Wortwitzen Raabs mal abgesehen hat mir sein Ukulelegeschrabbe doch ziemlich Spaß gemacht.. Und ich begann mich für das Instrument zu interessieren und klickte nach einer Weile folgendes Video an:




Ich war sofort hin und weg. Dieser Mann in dem Video hatte mich - und anscheinend auch andere - so in den Bann gezogen, dass ich ca. einen Monat später meine ersten Spielversuche auf meiner eigenen Ukulele wagte.
Ich persönlich bin sehr musikinteressiert und war unglaubllich fasziniert, wieviel dieser Mann (Jake Shimabukuro) aus seinem Instrument holen kann. Er besitzt einfach eine herausragende Technik und ein großes Talent.
Und wer immer noch daran zweifelt, soll sich mal folgendes Video anschauen:



Jake Shimabukuro wurde 1976 in Hawaii geboren - und war somit fürs Ukulelespielen sozuagen prädestiniert (die Ukulele wurde von einem portugiesischem Einwanderer Ende des 19. Jahrhunderts nach Hawaii gebracht, dort erlangte das Instrument eine hohe Popularität). Er hat bereits acht Alben herausgebracht, das letzte "Peace Love Ukulele" beinhaltet auch Cover von bekannten Songs wie z.B. "Bohemian Rapsody".

Ich werde einfach nicht satt, ihm in den Videos beim Spielen zuzusehen oder bei seiner Musik zuzuhören, beim Ukuleleüben ist er wohl eine Art Vorbild geworden - wobei ich bezweifle, dass ich jemals so spielen werden können...

Donnerstag, 3. März 2011

Eintrag XXXVIII - Guttbye - ein kleines Twitter Best-of

Ich weiß, eigentlich ist das Thema schon durch - oder sollte schon durch sein. Ich möchte das hier gar nicht weiter kommentieren, sondern einfach mal auf Twitkrit machen und ein kleines persönliches Best-of der Guttenberg-Tweets der letzten Tage präsentieren:

"220.000 Menschen gefällt ein Betrüger und Lügner. In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich? " (@manomama)
"Ich halte Guttenberg für so intelligent: Der wollte mit dem geringsten Aufwand den größtmöglichen Erfolg." Deutschland, deine Stammtische." (@)
"Tonfall und Wortwahl nach zu urteilen, halten die -Fans auf Facebook das Bundeskabinett für eine Casting-Show & Politik für RTL2." (@sixtus)
"104% der BILD-Leser wollen dass zu Guttenberg weiter als Arzt praktizieren darf." (@)
 "Leute die Guttenberg zurück wollen kauften auch: "deutschland schaft sich ab" , "Bild Ipad App" und "Mario Barth Tickets" (@)
"Kunden, die "Karl-Theodor zu Guttenberg" zurückwünschen, wünschen auch Folgendes zurück: die D-Mark, die Mauer, Internet Explorer 4." (@)
"Ich mach doch nicht bei dämlichen Online-Umfragen mit. Da könnte ich ja gleich Facebookgruppen als Plebiszit heranziehen. " (@)
"Wie viele Guttenberg Anhänger braucht man um eine Glühbirne zu wechseln? Sie hat immer einen guten Job gemacht, sie wird nicht gewechselt!" (@)

Samstag, 12. Februar 2011

Eintrag XXXVII - Home

Heute habe ich mir einen ca. eineinhalb-stündigen Film names Home auf YouTube gesehen.

[Hier leider nur der Trailer zum Film, konnte den Film selbst nicht in diesen Post einfügen, weil der HTML-Code nicht herausgegeben wurde. Den Link zum ganzen Film selbst auf Youtube gibt es hier]



Erst einmal zum Film selbst: In ihm geht kurz gesagt um die Erde und die Ausbeutung dieser durch den Menschen, untermalt mit stimmungsvoller Musik und wirklich atemberaubender Bilden von Tieren, Menschen, Landschaften und Städten. Allein wegen diesem Aspekt lohnt es sich auf jeden Fall, diesen Film anzuschauen.

Nun aber zu der Botschaft: Dieser Film soll die Zuschauer dazu zu bewegen, nachhaltiger mit der Natur umzugehen und sein eigenes Handeln kritisch zu hinterfragen; Klimawandel, aber auch Trinkwasserverschmutzung, Armut, Abholzung und Verbrauch fossiler Ressourcen sind hier das Thema.

Ich selbst, als Teil der Generation, die so stark den Klimawandel miterleben wird, bin ehrlich gesagt ziemlich verunsichert, streiten sich Klimaforscher doch dauernd darum, ob dieser Klimawandel wirklich anthropogen ist oder von der Sonne ausgeht, wieviel Zeit uns noch bleibt und ob wir Sonnenlicht reflektierende Aerosole in die Atmosphäre blasen sollen, um das Weltklima abzukühlen, wir weiter in regenerative Energien investieren sollen o. Ä.
Die Staaten dieser Welt haben anscheinend auch keinen großen Erfolg dabei, sich auf Klimagipfeln auf einheitliche und vor allem verbindliche Ziele zu einigen und damit das Ansteigen der Temperaturen zu verlangsamen.
Viele Menschen machen sich scheinbar auch keine Sorgen um dieses Thema, weil es sie nicht oder nicht kurzfristig gesehen tangiert.
Dies alles lässt mich nicht gerade frohen Mutes in die Zukunft blicken.

Da ist es gut, dass der Film, der lange Zeit auch ein eher pessimistisches Zukunftsbild vermittelt, gegen Ende die Zuschauer doch noch optimistischer stimmt und gewissermaßen sie an ihrem Aktivismus kitzelt.
Auch der letze Satz ist Denkanstoß und Motivation zugleich:
"It's up to us to write what happens next.
Together!"
Man kann sich nur wünschen, dass sich der Wunsch auf eine gemeinsam gestaltete, gerechterere und "sauberere" Zukunft, der in diesem Satz steckt, erfüllt.

Freitag, 11. Februar 2011

Eintrag XXXVI - Was Wissen schafft

[Ein kleiner amüsanter Auszug aus dem Buch "Warum Spinat nur Popeye stark macht - Mythen und Legenden in der modernen Wissenschaft" von Ernst Peter Fischer. In dieser Anekdote geht es um Nils Bohr, dem während seiner Studienzeit bei einer Prüfung durch einen Professor folgendes widerfahren sein soll:]


"Herr Bohr, wie bestimmen Sie die Höhe eines Gebäudes mit einem Barometer?"
"Ganz einfach. Nehmen wir zum Beispiel dieses Insitut. Ich nehme das Barometer, klettere auf das Dach, werfe es nach unten und bestimme die Falldauer, aus der man die Höhe berechnen kann."
"Herr Bohr, etwas weniger zerstörerisch, bitte."
"Ganz einfach. Ich klettere wieder auf das Dach, nehme ein Seil mit, binde das Barometer daran fest, lasse auf die Straße herunter und messe die Seillänge."
"Herr Bohr, etwas mehr Physik, bitte."
"Ganz einfach. Ich bleibe bei dem Seil und lasse das Barometer als Pendel schwingen, bestimme die Schwingungsdauer bei gegebener Pendellänge..."
"Herr Bohr, etwas mehr Mathematik, bitte."
"Ganz einfach. Ich warte auf Sonnenschein, bestimme die Länge des Schattens, den das Barometer wirft, bestimme zugleich die Länge des Schattens, den das Gebäude wirft, und kann durch ein wenig Trigonometrie ausrechnen, was Sie wissen wollen."
"Herr Bohr, geht das nicht einfacher?"
"Doch. Ich gehe zum Hausmeister und frage ihn, ob er weiß wie hoch das Gebäude ist. Wenn er es weiß, schenke ich ihm das Barometer."

Sonntag, 16. Januar 2011

Eintrag XXXV - Deutschland sucht (erneut) einen Superstar

Die neue 8. Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" läuft nun wieder auf RTL und beschert diesem Fernsehsender Traumeinschaltquoten und -einnahmen. Doch hält mich momentan nichts mehr, hier auf meinem Blog meine Meinung zu dieser Sendung zu sagen und meinen ganz persönlichen Senf hinzuzugeben.

Auf der einen Seite muss ich zugeben, dass ich verstehen kann, dass sich jemand diese Sendung anschaut. Denn einerseits erlebt man hier ohne Frage auch Auftritte von wirklich talentierten Leuten (wobei ich mich fragen muss warum diese ausgerechnet zu DSDS gehen müssen) und Dieter Bohlens Sprüche sind ja mittlerweile auch ein (fast) Kult und gleichzeitig auch Garant für hohe Quoten.

Aber Leid tun mir die "Idioten". Menschen, die man lieber vor sich selbst schützen sollte, werden vor die Kamera gezerrt und vor einem Millionenpublikum lächerlich gemacht.
Mal ehrlich: Glaubst du (ja genau, du, der du diesen Blogeintrag gerade liest!), dass DSDS so erfolgreich wäre, würde Dieter Bohlen keine Sprüche klopfen? In einem gewissen Maße ist es ja noch okay, schon bestehende real-satirische Momente mit Effekten auf die Spitze zu treiben, aber bei dieser Castingshow wird das absoult zu weit getrieben (ich weise hier nur auf den Kanidaten mit dem "Pinkelfleck" hin). Ich will mich nicht als zeigefingerhebender Moralapostel darstellen, aber Personen in einer solchen Weise in aller Öffentlichkeit zu diffamieren geht für mich eindeutig zu weit.

Anderer Aspekt: DSDS ist doch eine Castingshow, oder? Hier wird ein Superstar gesucht, ein neuer Stern am Firmament der deutschen Musikszene. Ziehen wir doch mal Bilanz: Welcher "Superstar" (der Begriff ist bei dieser Sendung sowieso ein großer Euphemismus) hat denn den wirklichen Durchbruch geschafft? Mal überlegen ... mir fällt keiner an. Und wer kann sich - sofern er nicht eingefleischter Fan dieser Sendung ist - noch an mehr als den letztjahrigen Staffelgewinner erinnern? Für mich verfehlt DSDS seine Funktion und wird zu einer für RTL finanziell-rentablen Farce.

Als für den Eurovision Song-COntest "Unser Star für Oslo" gesucht wurde, war plötzlich ein direkter Konkurrent zu DSDS da - der mit wirklich talentierten Musikern und einer kompetenten Jury auftrumpfte und ohne das Lächerlichmachen hilfloser Kandidaten, ohne überflüssige Kommentare und endlose Monologe eines Marko Schreyls (der nicht umsonst dafür von Fernsehkritik.tv den Hässlichen Hahn 2010 erhielt) und einer Jury, die nicht nur aus zwei austauschbaren Nebendarstellern besteht, auskam. Und was passierte? Sie wurde von den Zuschauern nicht angenommen. Stattdessen wurde weiter im seichten Castinggewässer gewatet.

Viele dieser Kritikpunkte, die hier zu Sprache kamen, wurden auch schon von vielen anderen geäußert. Trotzdem ändert sich nichts. RTL bekommt mit dem Superstarspektakel immernoch Rekordeinschaltquoten. Und der Zuschauer konsumiert passiv, reflektiert aber nicht aktiv und scheint Qualität als einen hohen Anspruch an eine Sendung nicht anzusehen.

Eine kleine Hoffnung: Vielleicht entscheidet der Zuschauer in Zukunft wieder, was gut ist oder Dieter Bohlen hört 2018 bei DSDS auf, weil im

a) die Sprüche ausgehen

b) die Jurykollegen ausgeben (wobei das unwahrscheinlich ist weil es genug fernsehgeile D-Prominente gibt)

c) er einfach zu alt wird.

Eventuell kommen Castingshows à la Topmodel, Popstars etc. auch wieder aus der Mode.

Bis dahin bekommt der Fernsehzuschauer auch weitern (vorsichtig gesagt) gemäßigte Kost in der Flimmerkiste serviert. Er bekommt wohl nur was er auch verdient.

Montag, 3. Januar 2011

Eintrag XXXIV - Platte des Monats: Januar

[Nachdem ich aus Faulheit und/oder Weihnachtsstress die Monatsplatte vom Dezember ausgelassen habe, mache ich nun mit der "Platte des Monats: Januar" weiter.]

Die Platte des Monats, "lightmares", stammt dieses mal von einer deutschen Indie-Rock-Gruppe namens Beat!Beat!Beat!. Eher unbekannt begeisterten sie doch mit ihrer ersten Single "Stars" und brachten dann schließlich im Oktober letzten Jahres ihr Debüt-Album heraus.
Und ich muss sagen: Klas-se. Richtig gute Songs, alte Lieder von der Single haben sie auch noch mal überarbeitet und jeder Track des Album besitzt einen eigenen Charakter und weißt doch die Handschrift dieser Band auf.
Sphärische Laute gepaart mit eingängigen Gitarrenmelodien machen das Hören zum Genuß.
Allein mit dem Song "You're Designer" kann ich persönlich nichts anfangen, er wirkt ein ziemlich bizarr und ein wenig fehl am Platze.
Die Toptitel dieses Albums sind für mich die drei überarbeiteten Titel der Single ("We Are Waves"; "Fireworks"; "Stars"), außerdem "Lightheavy Rapture" (mit irgendwie motivierender Wirkung) und "Graveyard" (was doch sich doch netter hört als der Titel vermuten mag).

Fazit: Die 4 Jungs aus Viersen haben hier ein überzeugendes Werk abgelegt, was diesen eisigen Winter erträglicher macht und absolut kein Fehlkauf ist.

Wertung: 9 von 10 möglichen Punkten.