Mittwoch, 27. Oktober 2010

Eintrag XXIII - Verapplet

(Endlich ein neuer Eintrag!)

Ich musste heute morgen ziemlich lachen, als in der Rubrik "Leserbriefe" des Magazins der Stiftung Warentest die folgende (abgedruckte) Email las (bezog sich auf einen iPhone-Test):

"Das iPhone 4 ist eine Schöpfung von iGod Steve Jobs und kann deshalb niemals mit so weltlichen Produkten von Nokia oder Samsung verglichen werden. Es grenzt schon an Blasphemie, wenn test eine Offenbarung wie das iPhone 4 einem gewöhnlichen Warentest unterzieht. Die gläubige Gemeinde der Apple-Jünger wird test auch niemals verzeihen, dass ihr Kultobjekt auf dem Titelbild offensichtlich von einem Ketzer gehalten wird, der in teuflischer Absicht mit dem Handballen die Antenne lahmlegt."

Lieber Jörg Graf (von ihm ist nämlich dieser Leserbrief), danke für diesn wunderbar ironischen Beitrag!

Samstag, 9. Oktober 2010

Eintrag XXII - Buchmesse Franfurt 2010

Wieder hat die weltgrößte Büchermesse in Frankfurt ihre Pforten geöffnet, und ich war froh, als ich halb schlafend nach ca. 45 minütiger Zugfahrt das Messegelände erreicht hatte. Und wie immer war ich von der enormen Zahl von Büchern, Ausstellern und Besuchern beeindruckt.

Im Gegensatz zu letztem Jahr wurde (jedenfalls bei mir) keine Taschenkontrolle durchgeführt.
Die Besucher setzten sich allerdings wieder aus denselben Gruppen zusammen:
  • Fachbesucher: Anzug, Aktentasche, Tasche mit Laptop oder iPad
  • Prominente: Z.B. Richard von Weizäcker
  • Autoren: Etliche!
  • Cosplayer: (Hauptsächlich) als Mangafiguren verkleidete Jugendliche
  • Normale Besucher
Der erste Abstecher ging in die Halle 3.0. Hier waren so ziemlich alle großen Verlage vertreten (Reclam etc.), außerdem gab es eine handvoll Stände für Brettspiele und weiter hinten die Comicabteilung. Je weiter man diesen Teil durchquerte, desto höher wurde die Cosplayer-Dichte (an dieser Stelle: Ich zolle allen Cosplayern Respekt, für die Arbeit, die sie sich mit ihren Kostümen machen, ABER das ist wirklich nicht meins. Manche Kostüm (oder auch Verhalten im Kostüm) verursachte bei mir doch Fremdschämen der Stufe 1), weshalb ich doch beschloss, eine andere Halle aufzusuchen.

Gesagt, getan. In der Halle F.0 befand sich in der unterten Etage eine Art "Mediencenter", in dem auch die ARD einige Interviews machte und auch eBooks eine große Rolle spielten (wie eigentlich auf der ganzen Messe wie noch nie zuvor).
Z.B. bei einem Stand von Telekom Italia unterhielt ich mich mit einer der dortigen Mitarbeiterinnen über das Thema.
Es ging im Allgeinen über Stärken und Schwächen des eBooks im Vergleich zum herkömmlichen Buch, und ob die elektronische Variante die aus Papier irgendwann verdrängen würde. Sie gab mir eine interessante Antwort: "Das Buch wird wohl nie wirklich verdrängt werden [...], aber eBooks werden im wissenschaftlichen Bereich wegen ihrer Möglichkeiten doch das normale Buch ersetzen."
Im zweiten Stockwerk bekam schließlich der diejährige Ehrengast, Argentinien, Raum.
Meiner Meinung reicht der Auftritt nicht ganz an den von China im letzten Jahr heran, war aber doch ganz ordentlich gemacht. Neben Informationen über Literatur und argentinischen Autoren wurde die ganze Stimmung durch einige technische Spielereien aufgepeppt, wie z.B. mit argentinischen Computerspielen (kurioserweise in Spanisch, Deutsch und Englisch gleichzeitig) und Augmented Reality.

Weiter gings zu 5.0 (internationale Verlage), wo es u. A. den neuen "Weltempfang" gab.
Dieser beschreibt sich in seiner Broschüre folgendermaßen:
"Der Weltempfang, den die Frankfurter Buchmesse gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland ausrichtet, ist der Ort, an dem [der engagierte Dialog] zu kulturpolitischen und literarischen Themen öffentlich geführt wird."

Schließlich war ich noch bei einer Austtellungshalle mit den großen Zeitungsverlagen (Zeit, Welt, FAZ...; Tut mir Leid, weiß nicht mehr, welche Halle es war, entweder 4.0 oder 3.1) ihre Stände hatten. Auffällig waren hier vor allen die vielen iPads, um neue Zeitungsapps zu präsentieren.

Fazit: Die Buchmesse dieses Jahr war wieder absolut besuchenswert. Man konnt sich hier als normaler Besucher gut über Neuerscheinungen informieren und die Leute, die dabei auch kennenlernen konnte, waren fantastisch. Das Datum für die nächste Buchmesse ist jetzt schon im Kalender markiert.

P.S.: Es folgen zwei Videos (tut mir Leid, sie sind nicht sehr professionell, weil ich sie nur mti meinem iPod gefilmt habe) mit einem Überblick über das Messegelände und einen Freestyle-Rap, der auch auf der Messe stattfand)




Sonntag, 3. Oktober 2010

Eintrag XXI - Ein VfB Fan zu sein

Mit der heutigen Niederlage am 7. Spieltag gegen Frankfurt setzt sich Stuttgart gewissermaßen auf dem letzten Platz fest. Nur 3 Punkte, ein Torverhältnis von -3.
Das tut mir (und natürlich auch jeden anderem VfB Fan) ziemlich weh.
Denn ist es nötig, dass seid Armin Veh als Trainer entlassen wurde, der Trainer und die Mannschaft in der Hinrunde schlecht spielen und erst in der Rückrunde die große Aufholjagd starten? Dies ging in den letzten beiden Jahren (noch) gut aus, aber man sollte sich auf dieses "Naturgesetz" lieber nicht verlassen.

Sicher war heute bei der 1:2 Niederlage im heimischen Stadion viel Prech dabei; Auch die Rotsperre von Camoranesi und diverse Verletzungen und Schiedsrichterentscheidungen (-> Cacaus reguläres Tor in der 88. Minute!) dem Sieg im Weg gestanden sein. Dennoch darf der VfB doch nicht so in der Tabelle dastehen.

Trainer Gross hat heute sicherlich gute Arbeit geleistet, wenn es darum geht, die Spieler zu motivieren und hat damit auch den richtigen Schritt gemacht. Jetzt heißt es in der Länderspielpause das Team optimal vorzubereiten und dann, am nächsten Spieltag, gegen Schalke im Kellerduell (wer hätte letzte Saison gedacht, das Schalke gegen Stuttgart ein Kellerduell wird?) 3 Punkte zu holen.

Denn wenn die nächstens Spiele (trotz großer Anstrengungen) weiterhin so magere Resultate liefern, wird die Luft für Gross wohl dünner.

(P.S.: Einen feinen Zug von Christian Gross finde ich übrigens, dass er nach der letzten Niederlage mit den Worten "Vielleicht habe ich ja auch zu viel gewollt" eigene Fehler einräumt. Denn das hört man in solchen Situationen nicht sehr oft.)