
Thema heute (30. September 2010):
Die Proteste um das Großprojekt Stuttgart 21.
Ein futuristischer Bahnhof - teuer, unnütz, unsicher, nur ein Denkmal für den Baden-Württemberg.
Auf der anderen Seite 4000 neue Arbeitsplätze, bessere Anbindungen.
Ich will hier nicht die Vor- und Nachteile diskutieren, nur meine eigene Meinung darlegen:
Die Planer und Politiker haben es eindeutig nicht geschafft, die Einwohner Stuttgarts genug über das Projekt aufzuklären und die Leute zu überzeugen (nicht zu überreden!).
Auch rechtfertigt nichts die Maßnahmen bei den heutigen Demonstrationen: Tränengas und Wasserwerfer gegen Rentner und Schüler.
Gewaltsames Vorgehen gegen friedliche Demonstranten durch die Exekutive (!) ist einfach nicht tolerierbar.
Zu Loben ist meiner Meinung nach der Einsatz und die Geduld der Demonstranten, z.B. auch von der "Robin Wood"-Aktion. Denn selbst wenn das Projekt nicht mehr zu stoppen ist, so setzten die Bürger und Bürgerinnen hier ein klares Zeichen:
Wir leisten (friedlichen) Widerstand und lassen uns nicht alles gefallen!
Mich würde es freuen, wenn es über Stuttgart 21 einen Volsentscheid geben würde, wobei ich in dieser Hinsicht eher pessimistisch bin. Aber wenn die Proteste weitergehen, dann hört vielleicht auch die "Dampfwalzen-Politik" auf. Und die Bilder, die ich heute in diversen Live-Streams gesehen habe, haben mich wirklich geschockt. Ich muss fragen: Herr Mappus, ist es das wert?