Freitag, 20. August 2010

Eintrag XVIII - Los geht's

Wie schon im vorigen Blogeintrag angekündet geht es morgen früh in den 3-wöchigen Urlaub. (Fast) Alles ist gepackt, und ich freue mich schon auf die kommenden Tage in Ruhe.

Also:

  • 3 Wochen Pause mit Blogeinträgen
  • 3 Wochen Pause mit Twitter
Allen sonst noch schöne Ferien / einen schönen Urlaub und allen Daheimgebliebenen mein aufrichtiges Beileid. (:-))



Donnerstag, 19. August 2010

Eintrag XVII - Urlaub

Übermorgen ist es auch für mich so weit:
Ich fahre für 3 Wochen in den Urlaub.
Und das wird sozusagen eine Digital-Askese, weil es an meinem Zielort kein bzw. nur vereinzelt Internet gibt.
Das heißt: Keine Emails, kein Twitter, kein Youtube, kein Blog, keine Nachrichten, kein LiquidFeedback, kein Google.
Und ich werde gespannt sein, wie ich das "verkrafte".
Ich wette, dass den meisten Menschen gar nichts bewusst ist, welche wichtige Rolle das Internet in ihrem Leben eingenommen hat und wieviel Zeit sie täglich mit Chatten, Surfen & Co. verbringen (was ja nicht unbedingt schlecht seinb muss).
Von daher ist dieser Urlaub schon fast ein Selbstversuch.
Da muss ich auch auf "altmodische" Medien zurückgreifen, wie z.B. Bücher.
Für die Jüngeren unter uns: Das sind mehrere Papierseiten in einem festen Einband.
Jedenfalls werde ich trotzdem die Zeit genießen.
Man hat (meistens) nur einmal im Jahr die Chance, eine Auszeit vom alltäglichen Stress zu nehmen.

Montag, 16. August 2010

Eintrag XVI - Google Street View

Ich möchte in diesem Blogeintrag nicht die Pro- und Kontra-Argumente zu diesem Thema diskutieren. Ich möchte einfach meine persönliche Meinung darstellen.
Generell stehe ich Google und seiner Datensammelwut kritisch gegnüber. Auch wenn ich die Suchmaschine täglich nutze. (Und Googlemail. Und diesen Blog.)

Aber Google Street View. Ich finde diese Debatte einfach total unnötig.
Für mich ist diese Debatte selbst einfach das Sommerlochthema 2010 über das sich alle aufregen, weil einfach im Moment sonst nichts spannendes los ist. Also viel Lärm um nichts.
Die Leute sollten ihre Anstrengungen lieber für wichtiger Themen aufwenden. Steuerpolitik, Klimawandel, Bundesligastart. Fast alles ist bedeutender.

(Das wars, kurz & knapp)

Samstag, 14. August 2010

Eintrag XV - Mein gespaltenes Verhältnis zu Apple

(Dieser Eintrag spiegelt alleine meine persönliche Meinung über Apple wieder.)

Vor circa 4 Jahren habe ich mein erstes Apple-Produkt gekauft. Einen iPod nano.
Und ich war begeistert: Schickes Design, gestochen scharfe Bilder, hoher Bedienkomfort.
Damit war ich natürlich auch voll im Trend. Ich benutze immernoch einen iPod, wieder einen nano, allerdings zwei Generationen älter als mein erster. Aber manche Sachen fangen mittlerweile an, mich an Apple zu stören.

1. Schon am Anfang habe ich gemerkt: Apple verkauft gerne Zubehör zu seinen Produkten.
Denn wenn man seinen iPod das erste Mal auspackt, sucht man vergeblich nach einem Ladegerät.
Wenn man nun nicht jedes Mal seinen iPod an seinem Computer laden will (weil man z.B. verreist)
muss man eben jenes Ladegerät nachkaufen. Für ungefähr 20 Euro. So auch, sollte man das Verbindungskabel zum PC oder die Kopfhörer verlieren oder sollten sie kaputtgehen.
Dieser Fakt des (meiner Meinung nach) überteuerten Zubehörs wird übrigens auch in einer Simpsonsfolge auf den Arm genommen. http://bit.ly/nBVv (Simpsons - Mapple Store)

2. Zum Synchronisieren der Apple Geräte wird die hauseigene Software iTunes verwendet. Um diese kommt man da nicht herum. Das genaue Sortieren und Orden von Musiktitel mag ja oft sehr hilfreich sein, ist aber sicherlich nicht jedermanns Sache. Musik, Filme, Apps und Fersehsendungen kann man im iTunes Store für Geld herunterladen. Oft sind die Alben sogar deutlich billiger als in Elektroläden wie Media Markt oder Onlineversänden wie Amazon.
Da gibts nur ein paar Probleme: Einzeltitel statt Alben zu kaufen lohnt sich fast nicht mehr, weil Apple für besonders beliebte Songs jetzt 1,29 € statt den üblichen 0,99 € verlangt.
Darüber hinaus kann man jeden Song nur einmal herunterladen. Sollten z.B. durch einen Festplattendefekt Musikstücke verlorengehen, war der Einkauf umsonst und man ist gezwungen, die Titel neu zu kaufen, sollte man kein Backup gemacht haben.
Auch das Teilen von Musik mit Freunden wird zur Schwierigkeit (ich rede nicht vom raubkopieren, sondern von der Situation, die ziemlich jeder von uns schonmal erlebt hat: "Hey, hast du schon das Lied xy gehört?" "Ja, das ist gut." "Ich mach dir ne Kopie und brings dir nöchstes Mal mit."):
Ein Kopierschutz lässt ein Lied jetzt auf höchstens 5 [bin mir nicht mehr sicher, wieviele es waren] verschiedenen Computern abspielen.

3. Kommt es nur mir so vor, oder wird Apple jetzt immer arroganter und egoistischer? Der Angriff von Steve Jobs auf Adobe, die Zensur von Apps. "Think diffrent - think like us" scheint mittlerweile das geheime Credo sein. Apple versucht regelmäßig, seine Vorherrschaft in den Bereichen des Musikdownloads und den Smartphones zu sichern. Und nicht immer mit besonders fairen Mitteln. Amazon wollte gegenüber Apple aufholen, indem es erreichte, das manche Künstler ihre Alben einen Tag früher als im iTunes Store beim eigenen Musikdownload anboten. Apple intervenierte, indem es den Künstlern drohte, ihre Album aus dem iTunes Store zu nehmen.

4. Das, was mich an Apple stört, ist nicht einmal Apple selbst. Sondern die Anhänger und der Medienrummel. Nachrichtensendungen halten es mittlerweile für überaus wichtig, die Veröffentlichung neuer Appleprodukte in ellenlange Berichte zu fassen, und zu zeigen, wie die Apfeljünger in meilenlangen Schlagen ihr Mekka belagern, nur um eine neue Reliquie zu erwerben. Bei einer Computer- oder Technologiesendung fände ich das nicht weiter schlimm. Allerdings kommen diese Berichte meistens in den 20:00 Uhr-Nachrichten. Also dann, wenn Millionen Menschen z.B. hier in Deutschland Nachrichten schauen.
Generell ist der Hype um Appleprodukte unerträglich hoch. Wird jedes neue Applespielzeug doch gleich als revolutionär und maßstabssetzend in der jeweiligen Sparte gesehen.
Vorallem die Apfeljünger selbst scheinen Steve Jobs als ihren Erlöser zu sehen.
Mittlerweile sehe ich ihn eher als den großen Bruder aus 1984.
Und vor allen diesen Anbetern scheint es immer an kritischer Distanz zu ihrer Lieblingsmarke zu fehlen. Genau, das ist es auch, was mich nachdenklich macht.
Alles wird kritiklos hingenommen. Nichts wird hinterfragt. Ist doch egal, Apple ist cool, neu, schön und die Welt wäre mit Apple als Weltherrscher doch wie das Paradies.

Auch wenn das jetzt eine Hyperbel ist, macht mir das Sorgen.
Wer weiß denn schon, wieviel Einfluss Apple in 10 Jahren ahben wird?

5. Zum Thema iPad: Natürlich ist das iPad ein besonderns stylisches und cooles Spielzeug.
Aber jetzt mal ganz im ernst: Wer braucht das? Für mich ist es eher ein Rolex- oder Geländewagenersatz für den Mann, der trotzdem gerne angeben will.
Deshalb http://bit.ly/buWt4C und http://bit.ly/di3sUP.
Für die destruktiv-veranlagten unter uns.

[Um eventuelle wütende Kommentare von "Applern" entgegenzuwirken:
Das ist (wie schon gesagt) meine persönliche Meinung. Ich akzeptiere jede andere Meinung zu diesem Thema. Deshalb sollte auch meine Meinung akzeptiert werden.]

Fazit: Ich werde sicherlich noch Jahre meinen iPod und iTunes nutzen.
Trotzdem, bitte Apple: Weniger Profitgier, mehr Kundenfreundlichkeit und Fairness gegenüber Wettbewerbern. Und schon sieht das Image besser aus.

Donnerstag, 12. August 2010

Eintrag XIV - Das Guantanamo Experiment

Selten wurde ich von einer Sendung so erschüttert wie von "Das Guantanamo Experiment" (auch auf youtube: http://www.youtube.com/watch?v=4VD2kWaLc6w).
Häftlinge, die auf äußerst unmenschliche Art gedemütigt werden.
Psychologische und körperliche Folter.
Die Zerstörung des Selbstwertgefühls.
Die Verspottung der Religion.

Am besten selbst anschauen und sich eine Meinung dazu bilden.
Ich habe jetzt eine andere Sicht auf die Dinge.

Sonntag, 8. August 2010

Eintrag XIII - Twittaholic

Ein Abend im Januar. Kaltes Wetter draußen. Ich sitze vorm PC. Der Entschluss ist getroffen. Gespannt schaue ich auf den Bildschirm. Vor mir ein forderndes, weißes Kästchen, unter dem ein Knopf mit der Aufschrift "Tweet" steht. Ich habe mich auf Twitter angemeldet.

Mittlerweile benutze ich Twitter ungefähr 8 Monate.

Bilanz: ca. 2000 Tweets (verhältnismäßig wenig), genug Follower, und schon viele Male, die ich lachend vor dem Browserfenster gesessen war.

Januar 2010:

Da diese Plattform mir in den letzten Wochen immer wieder Twitter in diversen Zeitungen, Videos etc. begegnet war, war ich neugierig geworden. Oft teste ich irgendwelche Sachen aus, wenn sie mir dann gefallen, behalte ich sie, sonst verwerfe ich sie gleich wieder. Um diese Entscheidung zu treffen, benötige ich meistens nur wenige Minuten. Da bin ich sehr spontan.

Doch gleich nachdem ich mich bei Twitter angemeldet hatte, war ich fasziniert-begeistert. Denn irgendwie übt das Ins-Internet-setzen von Nachrichten aus 140 Zeichen einen gewissen Reiz aus.

Anfänglich war es ein bisschen schwierig. Z.B. verstand ich am Anfang den Sinn der Hashtags nicht. Und den Sinn der Trends verstehe ich heute (teilweise) immer noch nicht.

Was kann man über die Inhalte von Twitter allegemein sagen?

Teils Beschreibungen des Alltags, teils wichtige Nachrichten und Informationen, teils purer Nonsens. Wobei letzteres wohl überwiegt. Nichtsdestotrotz macht es mir einfach Spaß, dieses bunte Spektrum an Tweets zu betrachten. Und ich persönlich glaube, dass gerade das der Spaß an Twitter ist. Und deswegen twittere ich auch weiter. Und wenn nichts dazwischen kommt, werde ich das auch die nächsten Tage, Wochen, Monate und vielleicht auch Jahre machen.

In gewisserweise hat das mein Leben verändert. Nicht auf diese dramatische Weise, wo das ganze Leben anders ist. Aber ich habe irgendwie ein neues "Hobby" gefunden. Und jetzt bin ich ein Twittaholic. Mit dem Bedürfnis sich täglich mitzuteilen.

(Aber irgendjemanden scheints ja zu interessieren ;-))