Mittwoch, 10. November 2010

Eintrag XXV - Mein erster Tag auf Facebook


Hauptsächlich wegen eines Referats, aber auch wegen meinen Bekannten und Freunden:
Gestern habe ich mich mit mulmigen Gefühl auf Facebook angemeldet.

Lange habe ich darüber nachgedacht, bin ich bei meinen Mitmenschen ja nicht gerade als Facebookliebhaber bekannt, sondern viel mehr als Facebookskeptiker bzw. -kritiker (weshalb die meisten auch große Augen gemacht haben, als ich ihnen eine Freundschaftsanfrage schickte).

Erster Eindruck: Scheiße, ist das unübersichtlich.
Viele Knöpfe, umständlich verteilte Menüs und die Privatssphäreeinstellungen hätte man wohl kaum noch schwieriger gestalten können. Überrascht hat mich, wie viele meiner Freunde wirklich bei Facebook registriert sind - mit sovielen hatte ich nicht gerechnet.

Den Rest des Abends habe ich nur noch damit verbracht, meine Seite zu gestalten, Pinnwandeinträge zu schreiben und zu chatten.
Was mich allerdings gestört hat - bei seinen Interessen kann man nur "Gruppen" beitreten - das macht das Analysieren von Profilen und die individuelle Werbung leichter.




Dienstag, 9. November 2010

Eintrag XXIV - Durchhänger

Ich weiß nicht, ist es der blöde Herbst?
Irgendwie scheinen alle entweder in völlige Melancholie oder Lustlosigkeit zu verfallen;
alles scheint tausendmal langsamer und anstrengender vonstatten zu gehen.
Ist auch bei mir angekommen, denn ich sitze halb dösend in der Gegend herum oder grüble.
Habe auch nicht mehr soviel Lust zu twittern, ich weiß nicht, eigentlich habe ich im Moment nie Lust auf irgendwas.
Aber da bin ich wohl nicht der einzige.
Blöder Herbst.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Eintrag XXIII - Verapplet

(Endlich ein neuer Eintrag!)

Ich musste heute morgen ziemlich lachen, als in der Rubrik "Leserbriefe" des Magazins der Stiftung Warentest die folgende (abgedruckte) Email las (bezog sich auf einen iPhone-Test):

"Das iPhone 4 ist eine Schöpfung von iGod Steve Jobs und kann deshalb niemals mit so weltlichen Produkten von Nokia oder Samsung verglichen werden. Es grenzt schon an Blasphemie, wenn test eine Offenbarung wie das iPhone 4 einem gewöhnlichen Warentest unterzieht. Die gläubige Gemeinde der Apple-Jünger wird test auch niemals verzeihen, dass ihr Kultobjekt auf dem Titelbild offensichtlich von einem Ketzer gehalten wird, der in teuflischer Absicht mit dem Handballen die Antenne lahmlegt."

Lieber Jörg Graf (von ihm ist nämlich dieser Leserbrief), danke für diesn wunderbar ironischen Beitrag!

Samstag, 9. Oktober 2010

Eintrag XXII - Buchmesse Franfurt 2010

Wieder hat die weltgrößte Büchermesse in Frankfurt ihre Pforten geöffnet, und ich war froh, als ich halb schlafend nach ca. 45 minütiger Zugfahrt das Messegelände erreicht hatte. Und wie immer war ich von der enormen Zahl von Büchern, Ausstellern und Besuchern beeindruckt.

Im Gegensatz zu letztem Jahr wurde (jedenfalls bei mir) keine Taschenkontrolle durchgeführt.
Die Besucher setzten sich allerdings wieder aus denselben Gruppen zusammen:
  • Fachbesucher: Anzug, Aktentasche, Tasche mit Laptop oder iPad
  • Prominente: Z.B. Richard von Weizäcker
  • Autoren: Etliche!
  • Cosplayer: (Hauptsächlich) als Mangafiguren verkleidete Jugendliche
  • Normale Besucher
Der erste Abstecher ging in die Halle 3.0. Hier waren so ziemlich alle großen Verlage vertreten (Reclam etc.), außerdem gab es eine handvoll Stände für Brettspiele und weiter hinten die Comicabteilung. Je weiter man diesen Teil durchquerte, desto höher wurde die Cosplayer-Dichte (an dieser Stelle: Ich zolle allen Cosplayern Respekt, für die Arbeit, die sie sich mit ihren Kostümen machen, ABER das ist wirklich nicht meins. Manche Kostüm (oder auch Verhalten im Kostüm) verursachte bei mir doch Fremdschämen der Stufe 1), weshalb ich doch beschloss, eine andere Halle aufzusuchen.

Gesagt, getan. In der Halle F.0 befand sich in der unterten Etage eine Art "Mediencenter", in dem auch die ARD einige Interviews machte und auch eBooks eine große Rolle spielten (wie eigentlich auf der ganzen Messe wie noch nie zuvor).
Z.B. bei einem Stand von Telekom Italia unterhielt ich mich mit einer der dortigen Mitarbeiterinnen über das Thema.
Es ging im Allgeinen über Stärken und Schwächen des eBooks im Vergleich zum herkömmlichen Buch, und ob die elektronische Variante die aus Papier irgendwann verdrängen würde. Sie gab mir eine interessante Antwort: "Das Buch wird wohl nie wirklich verdrängt werden [...], aber eBooks werden im wissenschaftlichen Bereich wegen ihrer Möglichkeiten doch das normale Buch ersetzen."
Im zweiten Stockwerk bekam schließlich der diejährige Ehrengast, Argentinien, Raum.
Meiner Meinung reicht der Auftritt nicht ganz an den von China im letzten Jahr heran, war aber doch ganz ordentlich gemacht. Neben Informationen über Literatur und argentinischen Autoren wurde die ganze Stimmung durch einige technische Spielereien aufgepeppt, wie z.B. mit argentinischen Computerspielen (kurioserweise in Spanisch, Deutsch und Englisch gleichzeitig) und Augmented Reality.

Weiter gings zu 5.0 (internationale Verlage), wo es u. A. den neuen "Weltempfang" gab.
Dieser beschreibt sich in seiner Broschüre folgendermaßen:
"Der Weltempfang, den die Frankfurter Buchmesse gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland ausrichtet, ist der Ort, an dem [der engagierte Dialog] zu kulturpolitischen und literarischen Themen öffentlich geführt wird."

Schließlich war ich noch bei einer Austtellungshalle mit den großen Zeitungsverlagen (Zeit, Welt, FAZ...; Tut mir Leid, weiß nicht mehr, welche Halle es war, entweder 4.0 oder 3.1) ihre Stände hatten. Auffällig waren hier vor allen die vielen iPads, um neue Zeitungsapps zu präsentieren.

Fazit: Die Buchmesse dieses Jahr war wieder absolut besuchenswert. Man konnt sich hier als normaler Besucher gut über Neuerscheinungen informieren und die Leute, die dabei auch kennenlernen konnte, waren fantastisch. Das Datum für die nächste Buchmesse ist jetzt schon im Kalender markiert.

P.S.: Es folgen zwei Videos (tut mir Leid, sie sind nicht sehr professionell, weil ich sie nur mti meinem iPod gefilmt habe) mit einem Überblick über das Messegelände und einen Freestyle-Rap, der auch auf der Messe stattfand)




Sonntag, 3. Oktober 2010

Eintrag XXI - Ein VfB Fan zu sein

Mit der heutigen Niederlage am 7. Spieltag gegen Frankfurt setzt sich Stuttgart gewissermaßen auf dem letzten Platz fest. Nur 3 Punkte, ein Torverhältnis von -3.
Das tut mir (und natürlich auch jeden anderem VfB Fan) ziemlich weh.
Denn ist es nötig, dass seid Armin Veh als Trainer entlassen wurde, der Trainer und die Mannschaft in der Hinrunde schlecht spielen und erst in der Rückrunde die große Aufholjagd starten? Dies ging in den letzten beiden Jahren (noch) gut aus, aber man sollte sich auf dieses "Naturgesetz" lieber nicht verlassen.

Sicher war heute bei der 1:2 Niederlage im heimischen Stadion viel Prech dabei; Auch die Rotsperre von Camoranesi und diverse Verletzungen und Schiedsrichterentscheidungen (-> Cacaus reguläres Tor in der 88. Minute!) dem Sieg im Weg gestanden sein. Dennoch darf der VfB doch nicht so in der Tabelle dastehen.

Trainer Gross hat heute sicherlich gute Arbeit geleistet, wenn es darum geht, die Spieler zu motivieren und hat damit auch den richtigen Schritt gemacht. Jetzt heißt es in der Länderspielpause das Team optimal vorzubereiten und dann, am nächsten Spieltag, gegen Schalke im Kellerduell (wer hätte letzte Saison gedacht, das Schalke gegen Stuttgart ein Kellerduell wird?) 3 Punkte zu holen.

Denn wenn die nächstens Spiele (trotz großer Anstrengungen) weiterhin so magere Resultate liefern, wird die Luft für Gross wohl dünner.

(P.S.: Einen feinen Zug von Christian Gross finde ich übrigens, dass er nach der letzten Niederlage mit den Worten "Vielleicht habe ich ja auch zu viel gewollt" eigene Fehler einräumt. Denn das hört man in solchen Situationen nicht sehr oft.)

Donnerstag, 30. September 2010

Eintrag XX - Stuttgart versteht nur Bahnhof




Thema heute (30. September 2010):
Die Proteste um das Großprojekt Stuttgart 21.
Ein futuristischer Bahnhof - teuer, unnütz, unsicher, nur ein Denkmal für den Baden-Württemberg.
Auf der anderen Seite 4000 neue Arbeitsplätze, bessere Anbindungen.
Ich will hier nicht die Vor- und Nachteile diskutieren, nur meine eigene Meinung darlegen:
Die Planer und Politiker haben es eindeutig nicht geschafft, die Einwohner Stuttgarts genug über das Projekt aufzuklären und die Leute zu überzeugen (nicht zu überreden!).
Auch rechtfertigt nichts die Maßnahmen bei den heutigen Demonstrationen: Tränengas und Wasserwerfer gegen Rentner und Schüler.
Gewaltsames Vorgehen gegen friedliche Demonstranten durch die Exekutive (!) ist einfach nicht tolerierbar.
Zu Loben ist meiner Meinung nach der Einsatz und die Geduld der Demonstranten, z.B. auch von der "Robin Wood"-Aktion. Denn selbst wenn das Projekt nicht mehr zu stoppen ist, so setzten die Bürger und Bürgerinnen hier ein klares Zeichen:
Wir leisten (friedlichen) Widerstand und lassen uns nicht alles gefallen!

Mich würde es freuen, wenn es über Stuttgart 21 einen Volsentscheid geben würde, wobei ich in dieser Hinsicht eher pessimistisch bin. Aber wenn die Proteste weitergehen, dann hört vielleicht auch die "Dampfwalzen-Politik" auf. Und die Bilder, die ich heute in diversen Live-Streams gesehen habe, haben mich wirklich geschockt. Ich muss fragen: Herr Mappus, ist es das wert?

Montag, 20. September 2010

Eintrag XIX - Ping

Als ich aus dem 3-wöchigen Urlaub zurückkam, war ich erstaunt, dass mir iTunes ein Update auf eine 10.0 Version vorschlug. Bis hierhin schön und gut.

Was mir als Erstes auffiel: Neues Design, neues Icon, eine neue Ansicht und ... Ping.
Was das ist? Meiner Meinung nach ist Ping der verzweifelte Versuch von Apple, auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Auf den Zug names "Social Networks". Denn genau das ist Ping.
Ein Social Network für iTunes-User.
Registriert man sich, gibt man ersteinmal ein paar persönliche Daten an (Name, Land etc.) und schließlich seine Lieblingsmusik. Ich muss aber zugeben, dass mir positive und negative Dinge aufgefallen sind:

  • Positiv: Es ist an sich eine gute Idee, zu sehen, wie Freunde/Bekannte Musik bewerten und sich über Neuveröffentlichungen auszutauschen und das alles in ein Social Network enzubetten. Außerdem kann man seinen Lieblingskünstlern und Freunden "folgen" ( erinnert mich verdächtig an Twitter :-)).
  • Negativ: Diese Idee kommt - wie ich finde - viel zu spät. Es gibt sicherlich Leute anderer Meinung, aber ich habe keine Lust, in mehr als 3 Social Networks wirklich aktiv zu sein. Außerdem: Unter jedem Album gibt es jetzt einen "Gefällt mir"-Button. An sich auch sinnvoll, ABER es gibt keinen "Gefällt mir nicht" Button! Man sieht dadurch praktisch nicht, wem das Album nicht gefällt. Sieht man nun z.B. ein Album, unter dem 6 Mal "Gefällt mir" steht, kann man folgendes schließen: Nur wenige Leute haben dieses Album bewertet/gekauft, waren aber zufrieden. Oder: Nur wenige Leute fanden dieses Album gut, eine negative Bewertung aber ist nicht möglich. Meiner Meinung nach werden iTunes-Benutzer hinters Licht geführt, nur damit auch verhältnismäßig schlechte Alben gekauft werden.
Fazit: Wie sehr man Ping benutzt oder schätzt ist jedem selbst überlassen. Ich persönlich halte es für ziemlich überflüssig. Aber das ist (wiedermal) nur meine persönliche Meinung.

(Gerne eigene Meinung in den Kommentaren schreiben)